Türkis-Blau: Poker um Neuauflage

Blaue drängen zurück in Regierung

Türkis-Blau: Poker um Neuauflage

Während die FPÖ wieder Türkis-Blau will, warnen weite Teile der VP vor einer Neuauflage. 

Dass die FPÖ nach der Nationalratswahl zurück in eine Regierung drängt, ist ein offenes Geheimnis. FP-Klubchef Herbert Kickl provoziert zwar mit seinen Sagern, VP-Chef Sebastian Kurz sei von den „alten Schwarzen zum Bruch der Koalition gedrängt“ worden, aber FP-Chef Norbert Hofer will seine blauen Schäfchen wieder in Ministerämtern sehen. Auch Ex-FPÖ-Chef HC Strache sprach sich in ÖSTERREICH für eine Neuauflage aus: „Die Sinnhaftigkeit einer Neuauflage kann nicht im Ansatz infrage stehen, sondern eher die Frage, warum ÖVP-Kurz die Koalition leichtfertig aufgekündigt hat.“ Kommt es also trotz Ibiza-Video und „Einzelfällen“ erneut zu Türkis-Blau?

Geht es nach der Mehrheit der ÖVP, lautet die Antwort nein. Vor allem die VP-Landeshauptleute warnen nach dem neuerlichen Scheitern einer VP-FP-Koalition vor einer neuerlichen Politehe mit den Blauen. Kurz schätzt zwar Hofer, er wisse aber, dass es Ex-VP-Kanzler Wolfgang Schüssel „2003 sehr geschadet hatte, nochmals mit der FPÖ zu koalieren“. Zudem müsste Kurz mit sehr harten internationalen Reaktionen rechnen, falls er sich erneut für Türkis-Blau entscheiden würde.

Der Haken: Kurz und Teile seiner Berater wollen eine Zusammenarbeit mit der SPÖ unbedingt vermeiden. Sie fürchten ein „deutsches Schicksal“ mit desaströsen Werten für die Große Koalition. Darum könnte tatsächlich VP-Grün eine echte Option werden.

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