Klimaschützer jubeln über ''historischen Schulterschluss''

Volksbegehren

Klimaschützer jubeln über ''historischen Schulterschluss''

380.590 Unterschriften erreichte das Klimavolksbegehren. Nun sei aber die Politik gefordert, "ihren Beitrag zu leisten", so die Initiatoren.

Mit großem Jubel haben mehr als 200 Klimaaktivisten am Wiener Heldenplatz am Montag auf das Ergebnis des österreichischen Klimavolksbegehrens reagiert. Sprecherin Katharina Rogenhofer sah in den 380.590 Unterzeichnern einen "historischen Schulterschluss". Nun sei die Politik gefordert, "ihren Beitrag zu leisten".

"Noch nie in der Geschichte" habe es Rogenhofer zufolge "eine so breite Allianz zwischen Wissenschaft, Bevölkerung, Unternehmen und zivilgesellschaftlichen Organisationen von Kunst und Kultur bis Glauben für mutigen Klimaschutz" gegeben, so die Sprecherin. "In Zeiten von Corona und schwierigen Rahmenbedingungen hat die Zivilgesellschaft einen unüberhörbaren Aufruf an die Politik gerichtet, beim Klimaschutz endlich zu handeln", so die Sprecherin.

Das Klimavolksbegehren habe noch einmal gezeigt, "dass in der Klimapolitik nur etwas vorangeht, wenn viele Menschen aktiv werden und ein Zeichen setzen: Ohne dem beispiellosen Einsatz der ÖsterreicherInnen wäre die Klimakrise weiterhin nur Randthema", betonte Rogenhofer.

Die Organisatoren des Volksbegehrens machten noch einmal auf die schwierigen Rahmenbedingungen während der Eintragungswoche aufmerksam. So machte den Aktivisten nicht nur generell die "Corona-Zeit" zu schaffen, es gab auch zwei technische Pannen im Innenministerium.

Rogenhofer unterstrich auch, dass die Klimaarbeit mit dem Volksbegehren nicht erledigt ist. "Auch wenn wir heute einen großen Erfolg feiern dürfen, eines ist uns klar: Ein nachhaltiger Erfolg ist das Klimavolksbegehren erst dann, wenn Klimaschutzpolitik nicht nur eine Sammlung von vereinzelten Maßnahmen und Ankündigungen bleibt, sondern in einer klaren, umfassenden Strategie endlich in die Umsetzung kommt. Mit den zahlreichen Unterschriften muss unser Anliegen nun im Nationalrat behandelt werden – da zähle ich auf die breite Unterstützung aus dem Parlament", so Rogenhofer.
 

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