Wiener BZÖ zerbröselt

Schimanek geht

Wiener BZÖ zerbröselt

Das immer wieder von Querelen geschüttelte Wiener BZÖ dürfte nun vollends zerbröseln. Der "legitime Vorstand" der Landesorganisation habe am Donnerstagabend in Floridsdorf einstimmig seinen Parteiaustritt beschlossen, berichtete Hans-Jörg Schimanek, einziger Wiener Bezirksrat des Bündnisses und ehemals glückloser Landtagsspitzenkandidat in Wien und Niederösterreich. Allerdings gibt es auch noch die verfeindete BZÖ-Wien-Gruppe um Michael Tscharnutter, deren Antwort nicht lange auf sich warten lies: "Hans-Jörg Schimanek ist nicht Mitglied des Wiener BZÖ, daher haben seine heutigen Aussagen auch nichts mit dem BZÖ zu tun."

Zerwürfnis
Es sei einstimmig beschlossen worden, "dass wir mit sofortiger Wirkung dem BZÖ-Wien 'Adieu' sagen", so Schimanek. Bei der Vorstandssitzung seien neun von zwölf Mitgliedern anwesend gewesen, die Zustimmung der anderen sei telefonisch eingeholt worden. Als Grund nannte Schimanek das Zerwürfnis zwischen Bundes-BZÖ und den Freiheitlichen in Kärnten. Er selbst sei immer für den Zusammenschluss des dritten Lagers gewesen: "Der Bevölkerung graust vor solchen Dingen. Es ist höchste Zeit, dass sich die Rechte in Österreich wieder zusammenschließt und eine ordentliche Politik macht."

Der am 23. März 1940 in Wien geborene frühere ORF-Journalist, der zwischen 1998 und 2000 auch als FPÖ-Landesobmann in Niederösterreich fungierte, war 2008 nach internen Streitigkeiten aus dem BZÖ ausgeschlossen worden. Parteigründer Jörg Haider holte ihn zurück und versuchte die Landespartei wieder zu versöhnen. Schimaneks erklärte Feindbilder sind Peter Westenthaler und Ewald Stadler, BZÖ-Chef Josef Bucher sei "in Geiselhaft von diesen Herrschaften". Diese seien nur am Erhalt ihrer Positionen und "Pfründe" interessiert, sagte er.

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