Erdogan-Verein marschierte in Linz mit SPÖ mit

Wirbel um 1.-Mai-Aufmarsch

Erdogan-Verein marschierte in Linz mit SPÖ mit

Der 1. Mai wurde traditionsgemäß auch in Linz groß gefeiert. Beim SP-Aufmarsch gesellten sich auch zahlreiche Kulturvereine dazu. So waren albanische, serbische, mazedonische und auch türkische Gruppen zu sehen, die eindrucksvoll ihre Kultur präsentierten.

Für Wirbel sorgen nun allerdings Aufnahmen, die vom Hauptplatz stammen sollen. Wie der "Wochenblick" berichtet, haben sich auch "ATIB"-Anhänger an dem Aufmarsch beteiligt. Mit türkischen und österreichischen Fahnen laufen sie durch die Straßen. Allerdings wird die "Türkisch Islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit in Österreich" von vielen sehr kritisch betrachtet. Ihr wird Nähe zum türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan vorgeworfen. Zudem sollen sie mehr politische als kulturelle Ziele verfolgen. Zu ihren größten Kritikern zählen zum einen die FPÖ, aber auch der Grüne Sicherheitssprecher Peter Pilz. Zuletzt hatte er sich vermehrt zu den Beziehungen mit der Türkei geäußert, vor allem im Hinblick auf das türkische Referendum. Hier sparte er nicht mit Kritik.

Pilz attackiert Türken-Vereine

Die Ankara-nahen Vereine hätten "Autobusse voller Jasager" zur Abstimmung gekarrt; gleichzeitig seien Erdogan-Kritiker "eingeschüchtert" und "bespitzelt" worden, sagte er nach dem Ausgang des Referendums. Pilz machte der Bundesregierung und besonders Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) erneut den Vorwurf, nicht gegen solche "schwer illegalen" Vereine, die "statutenwidrig agieren", vorzugehen. Das Innenministerium hat diese Vorwürfe bereits wiederholt zurückgewiesen. Zu den von Pilz attackierten Organisationen gehört etwa die Union Europäisch-Türkischer Demokraten (UETD), die als europäischer Arm der türkischen Regierungspartei AKP gilt, der Unternehmerverband MÜSIAD oder die ausländischen Einrichtungen der türkischen Religionsbehörde Diyanet - in Österreich ist das eben der Verein ATIB.

Solche Vorwürfe werden von den Beschuldigten konsequent zurückgewiesen. Sie sollen von Rechtspopulisten missbraucht werden, heißt es dort.

Laut "Wochenblick" sei es nicht das erste Mal gewesen, dass ATIB beim 1.Mai-Aufmarsch mitläuft. Bereits letztes Jahr wurde ihre Plakate entdeckt.

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