Wirbel um Terror-Mauer bei Kanzleramt

Sobotka: "Auftrag kam von mir"

Wirbel um Terror-Mauer bei Kanzleramt

Die Anti-Terror-Mauer vor dem Kanzleramt sorgt für gewaltiges Politchaos in Wien. Derzeit wird am Ballhausplatz eine 80 cm hohe, rund einen Meter breite Granitmauer errichtet, die das Bundeskanzleramt – vor allem 2018, wenn Österreich den EU-Vorsitz innehat und viele Staatsbesuche kommen – vor Terrorangriffen mit Autos oder Lkws schützen soll.

Diese Baustelle wurde in kürzester Zeit zum umstrittensten Bauvorhaben Wiens: So äußerte sich der ehemalige Kabinettschef von Kanzler Franz Vranitzky, Max Kothbauer empört: „Seid ihr von Sinnen?“

Innenminister. Recht cool dagegen die Reaktion von Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) gegenüber ÖSTERREICH: „Sicherheits­behörden, Länder und Gemeinden arbeiten maßgeschneiderte Konzepte aus. Das habe ich zu Jahresbeginn beauftragt. Für das Regierungsviertel in Wien wird gegenwärtig das Konzept umgesetzt, das die Landespolizeidirektion und die Stadt Wien erarbeitet haben.“

Strache ist empört. Für FPÖ-Chef HC Strache ist das im Wahlkampf natürlich ein gefundenes Fressen: „Das ist eine schäbige Doppelmoral, eine Mauer für sich selbst zu bauen. Als Viktor Orbán in Ungarn den Zaun errichtete, wurde gezetert. Jetzt mauert sich die Staatsspitze selbst ein.“

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