Jetzt spricht der F*ck-Hofer-Demo-Organisator

Wutrede

Jetzt spricht der F*ck-Hofer-Demo-Organisator

„Einladung zur 1. Fuck-Hofer-Demo“: Das trommeln linke Gruppen seit Tagen auf Facebook. Am 3. Dezember – Tag vor der Hofburgwahl und zweiter Einkaufssamstag – will man ums Eck der Wiener Shopping-Oase Mariahilfer Straße gegen FPÖ-Kandidat Norbert Hofer loslegen.

NACHLESEN: Kostet "F*ck Hofer Demo" VdB den Sieg?

Distanzierung
Van-der-Bellen-Kampagnen-Leiter Lothar Lockl distanzierte sich prompt: „Wir halten das für kontraproduktiv und sind gegen diese Demo.“ Klar – schließlich kann der kleinste Fehler Im Wahlfinish die entscheidenden Wählerstimmen kosten.  Dem FPÖ-Chef HC Strache kommt die „Fuck-Hofer-Demo“ gerade recht – er wettert im Internet gegen die „hasserfüllten VdB-Anhänger“.

Widerstand im Netz
Auch im Netz wird heftig gegen die Demo protestiert. Vor allem VdB-Anhänger argumentieren damit, dass die Linken VdB damit einen Bärendienst erweisen würden. Manche gehen sogar soweit, dass die Demo dem Grünen sogar die Wahl kosten könnte. Jetzt meldete sich zum ersten Mal der Organisator der Demo zu Wort und rechtfertigt die Veranstaltung. Auf linkswende.org heißt es: „F*CK HOFER ist nicht nur Ausdruck unserer Wertschätzung für Hofer und die FPÖ, sondern auch Ausdruck unserer Wut über die systematische Verharmlosung der FPÖ durch den Staat und die politischen Parteien.“

Linke Wunschträume
In der Brandrede geht es unter anderem auch um die Annäherung Kerns an Strache, aber auch um den Wunsch nach einer österreichische Version von Bernie Sanders („Einen wirklich klaren Sieg gegen Hofer hätte nur ein österreichischer Bernie Sanders mit einer gewaltigen sozialen Bewegung im Rücken und einem klaren linken Profil erringen können.“)

Breitseite gegen Vdb-Team
Selbst das VdB-Team und Unterstützer bekommen in der Aussendung ihr Fett ab, was ob der Intention der Demo, doch etwas befremdlich wirkt: „Besonders ärgerlich ist, dass nun leider viele Van der Bellen-Unterstützer_innen genau diese Argumentation gegen die F*CK HOFER-Demonstration übernehmen. Van der Bellens Wahlkampfleiter Lothar Lockl riet den Anmelder_innen die Demonstration abzusagen, da so eine Demonstration „auch wirtschaftlichen Schaden anrichtet“. Will er den ständigen FPÖ-Forderungen nach „Demo-Zonen“ nachgeben?“

Martialischer Ton gegen FPÖ
Gegen Ende der Wutrede wird es sogar martialisch: „Man muss unserem Slogan „F*CK HOFER“ nicht zustimmen, aber alleine die Gefahr, die von einem Präsidenten Hofer ausgeht, rechtfertigt, im Umgang mit den Freiheitlichen die Samthandschuhe auszuziehen. Eine strategische Frage bleibt: Glauben wir, dass wir die FPÖ ohne Konfrontation aufhalten können? Wir sind davon überzeugt, dass man den Kampf gegen Faschismus zuspitzen und zu Ende führen muss. Wir appellieren an die Linke, die FPÖ mit der ihr gebührenden Härte zu konfrontieren.“ Ob das gut geht, sehen wir spätestens am Samstag.

Das ganze Statement können Sie hier nachlesen.

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