Nach VdB-Sieg

Die Gewinner und Verlierer der Hofburg-Wahl

Nicht nur Van der Bellen und Hofer ziehen Bilanz, sondern auch die Regierung und die Opposition.

Kern und Häupl sind in SP-Flügelkämpfen durch VdB-Sieg gestärkt

In der Wiener SPÖ tobt ein Streit zwischen den Wiener Flächenbezirken und den Stadträten um die Gretchenfrage „Wie hältst du es mit der FPÖ?“. Der Zweidrittel-Sieg von Van der Bellen in Wien bei der Hofburg-Wahl hat SP-Bürgermeister Michael Häupl gestärkt. Auch SP-Kanzler Christian Kern ist nun wieder im Aufwind.

Mitterlehner stoppt durch grünen Triumph vorerst VP-Obmanndebatte

VP-Chef Reinhold Mitterlehner hatte mit seiner indirekten Wahlempfehlung für Van der Bellen hoch gepokert und gewonnen. Gerade sein Heimatland Oberösterreich hat klar für Van der Bellen gestimmt. Nun kann er die VP-Obmanndebatte vorerst stoppen. Unterstützt wird er von General Werner Amon.

Aufwind für Vassilakou, grüne Freude

Die grüne Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou war zwar not amused, dass Michael Häupl, aber nicht sie beim Wahlkampfabschluss von Van der Bellen reden durfte – und flog auf Urlaub –, ist aber durch das sensationelle ­Ergebnis für den neuen Präsidenten in Wien dennoch gestärkt.

Glawischnig. Grünen-­Chefin Eva Glawischnig hatte sich während des VdB-Wahlkampfes im Hintergrund gehalten. Sie kann sich jetzt freuen.

Lopatka klarer Verlierer

VP-Klubchef Reinhold Lopatka hatte FP-Kandidat Hofer empfohlen und einen Streit in der VP inszeniert, um der FPÖ zu helfen. Er ist vorerst klar geschwächt in der ÖVP.

Konflikte in VP Niederösterreich

Der VP-Bürgermeister von Wiener Neustadt, Klaus Schneeberger, sprach sich ohne Absprache mit LH Erwin Pröll für Norbert Hofer aus. In seiner Heimatstadt ­gewann Van der Bellen.



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