Thomas Hofer

Kandidaten haben Wähler vertrieben

Experte: "Völlig absurder Auftritt im TV"

Politikberater Thomas Hofer über die Schlammschlacht in der ORF-Konfrontation.

ÖSTERREICH: Lügner, Nazi-Vater – es war eine Schlammschlacht in diesem ORF-Duell.

Thomas Hofer: Ja, ein völlig absurder Auftritt. Eigentlich war eine ruhigere Debatte gefragt, damit ­Unentschlossene angesprochen werden.

ÖSTERREICH: Warum kam es anders?

Hofer: Man soll nicht hinter allem eine Taktik vermuten: Vielleicht ist es Norbert Hofer einfach passiert – und dann ist die Sache wieder entglitten. Hofer hat damit den Kritikpunkt, bei ihm verstecke sich hinter dem guten Dr. Jekyll ein nicht so guter Mr. Hyde, eher befeuert als widerlegt. VdB war zwar deutlich ruhiger, ist aber ebenfalls ein-, zweimal zu aggressiv gewesen.

ÖSTERREICH:War das eine Wählervertreibung?

Hofer: Durchaus. Beide zielten nur auf die eigene Klientel. Vielleicht kam man zur Überzeugung, diese müsse man jetzt ­mobilisieren.

ÖSTERREICH:Wem nützt eine niedrige Beteiligung?

Hofer: Das weiß keiner.

(gü)



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