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Lügen-Duell

Hofer bei Lügen-"Count" im TV-Duell weit vorne

Hofer sprach gleich 24 Mal von Lüge bzw. Unwahrheit - Bis zu 1,011 Millionen Österreicher verfolgten ORF-Konfrontation.

Alles andere als staatsmännisch, überraschend aggressiv, ein Schlagabtausch oder eine Schlammschlacht - so lauteten die meisten Expertenzuschreibungen nach dem letzten TV-Duell zur Bundespräsidentwahl am Sonntag. Der ehemalige Grünen-Chef Alexander Van der Bellen und FPÖ-Kandidat Norbert Hofer lieferten sich eine heftige Auseinandersetzung, bei dem vor allem das Wort Lüge im Mittelpunkt stand.

Hofer warf VdB 24 Mal Lüge vor
Den Lügen-"Count" im ORF-Duell konnte Hofer nach einer Auswertung des Medienbeobachtungsunternehmen APA-DeFacto dabei ganz klar für sich entscheiden. Hofer sprach in Richtung seines Kontrahenten und anderer Akteure demnach gleich 24 Mal von Lüge beziehungsweise Unwahrheit, bei Van der Bellen war dies drei Mal der Fall.

VdB hält sich zurück
Hofer verwendete laut APA-DeFacto sieben Mal das Wort "Lüge", drei Mal "lügen", zwölf Mal "Unwahrheit" und zwei Mal "unwahr". Zurückhaltender und staatstragender Van der Bellen: Er verwendete einmal das Wort "Lüge", einmal "lügen" und einmal "unwahr". Das Wort "Unwahrheit" kam beim früheren Grünen-Chef gar nicht vor.

Millionenpublikum
Das Interesse an dem von Ingrid Thurnher moderierten TV-Duell war hoch, aber deutlich geringer als bei der ORF-Konfrontation vor der Stichwahl im Mai. Bis zu 1,011 Millionen Österreicher verfolgten Donnerstagabend die Debatte. Durchschnittlich sahen 844.000 Seher zu. Im Mai waren es im Schnitt noch 1,213 Millionen beziehungsweise um 370.000 Seher mehr. Ähnlich - freilich ebenfalls auf hohem Niveau - die Quotenentwicklung der anschließenden "ZiB 2": 902.000 Österreicher saßen am Donnerstag vor den TV-Geräten, nach dem Mai-Duell waren es sogar 1,261 Millionen.
 



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