Rechtes Rennen um die Hofburg

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Rechtes Rennen um die Hofburg

Die Unzufriedenen und Gegner der EU-Sanktionen haben eine große Auswahl.

Wien. Zur Bundespräsidentschaftswahl am 9. Oktober gibt es von rechts vier prominente Kandidaten mit recht ähnlichen Ansichten – gerade entscheidet sich, wer von ihnen überhaupt auf dem Stimmzettel stehen wird.

Gerald Grosz (45). Bis 2. September müssen alle Kandidaten 6.000 Unterstützungserklärungen vorlegen. Ex-BZÖ-Chef und Polit-Blogger Gerald Grosz sagt zu ÖSTERREICH: „Ich habe bereits 2.600 Unterstützungen. Manche legen auch einen Zehn- oder Zwanzig-Euro-Schein dazu.“ Sollte Grosz Bundespräsident werden, will er „sofort“ die Regierung entlassen und die Russland-Sanktionen beenden.

Walter Rosenkranz (60). Der FPÖ-Kandidat wird die Unterstützungserklärungen dank Partei leicht schaffen, ihm schaden allerdings die FPÖ-Turbulenzen um aufgezeichnete Telefonate und anonyme Anzeigen. Ist es sicher, dass er die Regierung entlässt? „Zu 50% tu ich das.“

Tassilo Wallentin (48) sammelt erst seit Donnerstag Unterschriften, nennt die FPÖ auf oe24.TV „eine selbstzerfleischende Partei“.

Michael Brunner (61) ist Chef der Impf-Skeptiker MFG, die laut ihm schon 30.000 Parteimitglieder haben. Alle vier treten laut eigenem Bekunden „gegen das System“ an.