3.-beste Stichwahl

Van der Bellen besser als Fischer

Seit dem ersten Wahlgang gewann Alexander Van der Bellen 1,5 Millionen Wähler dazu.

Dienstagmittag war es so weit: Da hatte auch der letzte Bezirk – Innsbruck-Land – seine rund 12.000 Briefwahlstimmen fertig ausgezählt. Innenminister Wolfgang Sobotka verkündete das Erdrutsch-Endergebnis:

  • Alexander Van der Bellen wurde noch einmal weiter nach vorn katapultiert und kommt in Summe auf 53,8 Prozent.
  • FPÖ-Kandidat Norbert Hofer erreichte 46,2 Prozent.

Zweidrittelmehrheit für VdB bei Briefwählern

  • Bei den Briefwählern kam Van der Bellen auf sagenhafte 67,6 %. Das ist eine Zweitdrittelmehrheit.

Van der Bellen hat damit das drittbeste Stichwahl-Ergebnis beim ersten Wahlantritt in der Geschichte der 2. Republik erreicht. Auf Anhieb schafften nur Thomas Klestil und Kurt Waldheim ein noch besseres Resultat.

  • 6 Bundesländer. Der Professor gewann seit dem ersten Wahlgang im April 1,5 Millionen Wähler dazu. Damit gewann er sechs Bundesländer. Im ersten Wahlgang waren es vier. Diesmal sind nach Auszählung der Briefwahl-Stimmen auch Salzburg und Niederösterreich „Van-der-Bellen-Länder“. Interessant: VdB dominiert außer Wien auch die schwarz regierten Länder. Hofer holte das rot regierte Kärnten und Burgenland sowie die Steiermark, die bis 2015 ebenfalls einen roten Landeshauptmann hatte.
  • Die Wahlbeteiligung stieg entgegen allen Erwartungen von 72,7 % im Mai auf 74,2 %. Damit ist sie so hoch wie seit 1998 nicht mehr.
    Debora Knob


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