Van der Bellen gewinnt in Vorarlberg klar

Hofburg-Wahl

Van der Bellen gewinnt in Vorarlberg klar

Ehemaliger Grünen-Sprecher entschied 73 von 96 Gemeinden für sich.

In Vorarlberg ist die Bundespräsidenten-Stichwahl klar zugunsten von Alexander Van der Bellen ausgegangen. Der ehemalige Grünen-Chef hatte im westlichsten österreichischen Bundesland mit 56,4 Prozent Stimmenanteil 12,8 Prozentpunkte Vorsprung auf seinen FPÖ-Kontrahenten Norbert Hofer (43,6 Prozent).

VdB in Städten voran

Van der Bellen lag in 73 der 96 Vorarlberger Kommunen vor Hofer, in Dünserberg (Bez. Feldkirch) erhielten beide genau gleich viele Stimmen. Der 72-Jährige entschied dabei auch vier der fünf Vorarlberger Städte für sich, nämlich Feldkirch (mit 59,6 Prozent Stimmenanteil), die Landeshauptstadt Bregenz (59,4), Dornbirn (58,1) und Bludenz (57,5). Lediglich in Hohenems, wo mit dem Noch-FPÖ-Landesparteichef Dieter Egger ein Freiheitlicher Stadtoberhaupt ist, setzte sich Hofer mit 50,3 Prozent Stimmenanteil knapp durch.

Hofer im Montafon stark
Zu überzeugen wusste Hofer in Vorarlberg vor allem in der Talschaft Montafon, wo er in einigen Gemeinden die Mehrheit bekam und schon vor vier Wochen seine stärksten Ergebnisse erreicht hatte. Dennoch gingen im Bezirk Bludenz, zu dem das Montafon gehört, 19 von 29 Gemeinden an Van der Bellen, im Bezirk Bregenz waren es 33 von 40, im Bezirk Feldkirch 19 von 26 (bei einem Unentschieden) und im Bezirk Dornbirn zwei von drei.

75 Prozent in Schröcken
Seinen Bestwert erzielte Van der Bellen mit 75,4 Prozent Zustimmung in Schröcken, am wenigsten Unterstützung wurde ihm in Warth (beide Bregenzerwald) zuteil. In Warth hatte Van der Bellen mit 4,5 Prozent schon vor vier Wochen sein schlechtestes Ergebnis eingefahren. Insgesamt kam Van der Bellen in drei Kommunen auf über 70 Prozent Stimmenanteil und in weiteren 26 über 60 Prozent. In 44 Gemeinden lag das Van der Bellen-Ergebnis zwischen 50 und 60 Prozent.

Umgekehrt erreichte Hofer im besten Fall auf 67,2 Prozent (Warth) und im schlechtesten auf 24,6 Prozent (Schröcken) Stimmenanteil. Insgesamt schaffte es Hofer dreimal über die 60-Prozent- und 19-mal über die 50-Prozent-Marke.

Die Wahlbeteiligung lag bei 54,2 Prozent und damit noch einmal um 0,7 Prozentpunkte niedriger als im ersten Wahlgang. Vor vier Wochen war Vorarlberg bei der Wahlbeteiligung österreichweites Schlusslicht gewesen.
 



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