Van der Bellen legt zu, Absturz für Rosenkranz

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Van der Bellen legt zu, Absturz für Rosenkranz

In der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für ÖSTERREICH zeichnet sich eine spannende Wahl ab.

Wien. Könnten die Österreicher bereits diesen Sonntag – die tatsächliche Wahl findet am 9. Oktober statt – den neuen Bundespräsidenten wählen, würden sie mehrheitlich wieder Alexander Van der Bellen ihre Stimme geben.

Das zeigt die neueste Umfrage der Lazarsfeld ­Gesellschaft für ÖSTERREICH (1.000 Befragte im Zeitraum vom 1. bis 2. August).

Laut hochgerechneter Daten würden immerhin 59 Prozent den amtierenden Bundespräsidenten erneut in die Hofburg votieren. Der einzige Gegenkandidat einer Parlamentspartei, FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz, käme hingegen derzeit nur auf 18 Prozent. Er hat im Vergleich zur Vorwoche vier Prozentpunkte eingebüßt. Während Van der Bellen – nach mahnenden Worten bei den Salzburger Festspielen – einen Prozentpunkt dazugewonnen hat.

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Hofburg040822
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Rosenkranz war zuletzt freilich auf Urlaub und erschien diese Woche erstmals zu einem Wahlkampfauftritt vor FPÖ-Funktionären.

FPÖ-Chef Herbert Kickl plant für ihn nur einen möglichst kurzen Wahlkampf – der im September losgehen soll.

Ex-FP-BZÖ-Mann Grosz bei zehn Prozent

Wählerteich. Sein Ex-Parteifreund, Gerald Grosz, fischt allerdings in einem verdammt ähnlichen Wählerteich. Der Blogger, der ebenso wie die Blauen gegen Russland-Sanktionen ätzt, kommt laut Lazarsfeld-Umfrage jedenfalls weiter auf 10 Prozent (plus ein Prozentpunkt) und liefert sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit Marco Pogo, der einen Prozentpunkt abbaut und nun neun Prozent erreichen würde. Der Chef der Impfgegner-Partei, Michael Brunner, käme auf vier Prozent.

Sonntagsfrage: Rendi vorn, ÖVP und FPÖ matchen sich um Platz 2

Wenn am kommenden Sonntag eine Nationalratswahl wäre – die SPÖ würde sie mit einem Vorsprung von fünf Prozentpunkten vor der Konkurrenz gewinnen. Laut der aktuellen Lazarsfeld-Umfrage für ÖSTERREICH (2.000 Befragte vom 25. 7. – 2. 8. 2022, Schwankung +/– 2,24 %) bleibt die Partei von Pamela Rendi-Wagner zwar unter der psychologisch wichtigen 30-%-Marke – 29 % reichen aber locker für Platz 1.

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Kanzler040822
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Match. Das Rennen um Platz 2 ist jetzt wieder spannend. Nachdem die FPÖ bereits zwei Punkte vor der Kanzlerpartei ÖVP gelegen war und diese auf Platz 3 verwiesen hatte, herrscht aktuell Gleichstand. Sowohl FPÖ als auch ÖVP kommen auf jeweils 22 %. Gleichauf liegen übrigens auch Neos und Grüne mit je 11 %, die MFG wäre mit 3 % nicht im Nationalrat.

Kanzlerfrage. Eine Erklärung für die schwache VP-Performance liefert die Kanzlerfrage: Die dritte Woche en suite liegt Rendi-Wagner vor dem Amtsinhaber Nehammer – das gab’s noch nie.