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Wahl-Sieg

Van der Bellen: Präsident der Herzen

Van der Bellen will jetzt das Land einen und der Präsident aller Österreicher sein.

Zurückgezogen mit seinem Team wartete Van der Bellen ab 15.30 in seiner Wahlkampf-Zentrale am Wiener Roosevelt-Platz auf die erste Hochrechnung. Um 17.09 brandet der Jubel auf, es ist fix: Der 72-Jährige wird am 26. Jänner als nächster Präsident Österreichs angelobt – vorausgesetzt, es gibt keine neuerliche Anfechtung. Die Anstrengung von einem Jahr Dauer-Wahlkampf ist plötzlich wie weggeblasen. Er wird bei seiner Angelobung der zweitälteste Präsident Österreichs und der erste, der weder SPÖ- noch ÖVP-Kandidat ist.

Im Finish zeigte sich: Er konnte doch noch stark punkten bei Wählern der ÖVP und SPÖ sowie von Irmgard Griss. Ein Plus auch bei Wählern am Land.

Die hochrangige Unterstützung im Wahl-Finish hat gewirkt. Von Ex-Präsident Heinz Fischer über Ex-Konkurrentin Irmgard Griss bis hin zu Austropopper Rainhard Fendrich hatten sich alle für VdB ins Zeug gelegt.

Video zum Thema: So feierte Van der Bellen seinen Sieg
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Rekord: Der Wahlkampf 
kostete 7,1 Millionen Euro

Ein von vielen befürchteter Rechtsruck ist – nach dem überraschenden Sieg Donald Trumps in den USA – ausgeblieben. In internationalen Medien wurde ja mit einem Aufschwung der Rechts-­Populisten auch in Europa gerechnet.

Der teuerste Wahlkampf aller Zeiten hat sich ausgezahlt: Van der Bellen butterte 7,1 Millionen Euro in die gesamte Wahlschlacht. Außerdem: Erstmals setzte eine Partei auch auf private Spender. Alleine für die gestrige zweite Stichwahl gab das Team des grünen Professors 3,5 Millionen Euro aus. Von den Grünen bekam VdB knapp 4 Millionen an Cash und Sachspenden.

Die Grünen jubeln nun: Ihre finanzielle Unterstützung, so ihre Hoffnung, ist gut angelegt. Die Partei 
hofft nun auf einen Turbo-Schub.

Sein Plan: Harter Kampf gegen Arbeitslosigkeit

So will VdB seine Amtszeit jetzt anlegen:

  • Verlässlicher Partner der EU bleiben.
  • Will harten Kampf gegen die Arbeitslosigkeit führen.
  • Will mehr Bürgernähe.
  • Er wird wohl wie bereits Heinz Fischer ein eher zurückhaltender Präsident ­werden.

(pom)



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