Wirbel um Chorgesang für Van der Bellen

FPÖ empört

Wirbel um Chorgesang für Van der Bellen

Ein Flashmob für Van der Bellen sorgt für jede Menge Aufregung.

In weniger als einer Woche wird endlich ein neuer Bundespräsident gewählt. Die beiden Kandidaten liegen in Umfragen Kopf an Kopf, in den letzten Tagen wird deshalb um jede Stimme gekämpft. Eine Aktion der Initiative „Tirol, es bleibt dabei“, die Alexander Van der Bellen unterstützt, sorgt nun für Wirbel.  

Die Aktivisten versammelten sich am Wochenende nämlich zu einem Flashmob in der Innsbrucker Innenstadt und projizierten am Christkindlmarkt den Text „VdB es bleibt dabei“. Für den Tiroler FP-Chef Markus Abwerzger ein Skandal: „Hunderttausende Besucherinnen und Besucher kommen aus Italien und anderen Staaten extra nach Innsbruck um die Adventszeit zu genießen, diese haben allerdings sicher kein Interesse an der geschmacklosen Wahlkampfaktion eines Öko-Kommunisten, sondern wollen in Ruhe die adventliche Stimmung genießen“, so der Freiheitliche in einer Aussendung.

"Nazi-Skandal"
Neben der Lichtprojektion stört Abwerzger vor allem auch der Chorgesang für Van der Bellen. Die Initiative sang dabei veränderte Lieder wie: “Lasst uns froho und bunter sein”, “Es hat sich halt eröffnet, das Briefwahlkuvert”, “Zur Wahl, zur Wahl (Ziwui, ziwui; Höttinger Voglfacherliad)” oder “Koan Burschengschaftler mog i ned (Koa Hiatamadl mog i ned), … ”
Dabei soll laut Abwerzger auch die Textzeile „Alte Nazis, Hobelschoaten, bind ma zu an Buschn, tuan a Sackl Pulver drauf, und laßn den Teifl tuschn“ gesungen worden sein. Für den FPÖ-Chef sei dies ein Gewaltaufruf, der nicht nur die Verbrechen der Nationalsozialisten verharmlose, sondern auch strafrechtlich relevant sei.  

Die Initiative wehrt sich gegen die Vorwürfe: Das Lied „Ziwui, Ziwui“ gehöre zum ältesten Tiroler Volksliedgut. Dabei habe man nur den Text von „Altee Weiber“ zu „Alte Nazis“ verändert. Für Mittwoch hat man nun zu einem neuen Flashmob aufgerufen. 



OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten