Wahlkampf: Kurz nimmt sich Pröll-Linie als Vorbild

Politik-Insider

Wahlkampf: Kurz nimmt sich Pröll-Linie als Vorbild

Die ÖVP schießt sich auf die rechtsextremen Identitären ein, die Türkisen wollen nun Vermittlerprovisionen bei Mietwohnungen die Vermieter zahlen lassen. Die jüngsten inhaltlichen Vorschläge der Partei von Sebastian Kurz lassen die politische Konkurrenz teilweise ratlos zurück. Die Taktik dahinter ist freilich klar: VP-Kanzlerkandidat Kurz will jetzt wieder verstärkt die politische Mitte besetzen. Dabei nehmen sich die ­Türkisen die einstige Wahlkampflinie von Erwin Pröll, nunmehr von ­Johanna Mikl-Leitner, zum Vorbild. Kurz will zudem soziale Themen „sofort zumachen, damit die SPÖ diese nicht kampagnisieren“ könne, so ein VP-Stratege.

Tour

Die Türkisen befinden sich derzeit zudem in einem strategischen Dilemma: Ein Teil ihrer Wähler will eine scharfe Abgrenzung zur FPÖ – sonst könnten sie zu Neos oder Grünen abwandern –, ein anderer Teil möchte hingegen ein Comeback von Türkis-Blau.

Daher sendet der VP-Chef zwar harte Signale ­gegen die FPÖ aus, schließt eine neuerliche Koalition mit ebendieser aber nicht aus. Die ÖVP will bis zum 6. September – dem VP-Wahlkampfstart in der Lichtenfelsgasse in Wien – jedenfalls weiter nur einen ­unterschwelligen Wahlkampf führen. Ab heute wird der türkise Wahlkämpfer seine „Kurz im Gespräch“-Tour durch Österreich starten.

Jede Woche sollen zwar thematische Schwerpunkte gespielt werden, in die Dauer-Offensive wollen die Türkisen aber erst in den letzten drei Wochen vor der Wahl gehen.

Isabelle Daniel

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