Kurz Vilimsky EU

FP kontert ÖVP als "linke Partei"

EU-Duell um rechte Wähler

Das kalkulierte Match zwischen ÖVP und FPÖ wird jetzt brutal. Kurz steigt selbst in den Ring.

Bis zur EU-Wahl am 26. Mai ist nun niemand Geringerer als der Kanzler selbst im Dauereinsatz. Und im Finale verschärft Sebastian Kurz noch einmal deutlich den Ton. Im ÖSTERREICH-Interview polterte der türkise Regierungschef – wie berichtet – gegen „die Bevormundung durch Brüssel“, den „Regulierungswahn der EU“ und wetterte gegen die „Pommes-Verordnung“.

Was die Opposition als „Populismus in reinster Form“ bezeichnet, ist freilich ausgemachte VP-Strategie: Mit diesem Kurs will Kurz FPÖ-affine Wähler ansprechen.

In den letzten zwölf Tagen bis zur Wahl lautet das „Duell“ nun: Kurz gegen FPÖ-Spitzenkandidat Harald Vilimsky. Der offizielle VP-Kandidat Othmar Karas wird zunehmend an den Rand gedrängt.

Vilimsky ätzt über 
"linke ÖVP und Karas"

Vilimsky – der im Finish freilich auch pausenlos von FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache begleitet wird – kontert nun auf Facebook. Wer die ÖVP „wählt, wählt den linken Karas“.

Dass VP-Chef Kurz mit EU-kritischen Tönen aufhorchen lässt, quittiert die FPÖ mit Schadenfreude: „Das haben wir immer schon gesagt.“ Die Blauen verschärfen in den Tagen bis zur EU-Wahl allerdings auch noch einmal ihre Linie und wettern jetzt hauptsächlich nur noch „gegen Bevölkerungsverdrängung und Islamisierung“. Genau dieses „Duell“ um „rechte Wähler“, könnte jetzt vor allem der ÖVP helfen.

Umfrage: VP führt

Sie dürfte Wähler, die zwar mit der FPÖ liebäugeln, denen aber manche Sager zu extrem sind, ansprechen. In der Research-Affairs-Umfrage liegt die ÖVP mit bereits 29 Prozent klar vor der FPÖ (23 Prozent). VP-Insider rechnen mit über 30 Prozent für die VP.

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EU-Duell um rechte Wähler
× EU-Duell um rechte Wähler

Aufreger-Sager von Kurz in ÖSTERREICH

Mit seinen Ansagen im ÖSTERREICH-Interview löste Bundeskanzler Sebastian Kurz eine Kontroverse aus. Er sprach sich in 
ÖSTERREICH nicht nur 
dafür aus „1.000 EU-Richtlinien zu streichen“, sondern ätzte auch über den „Regulierungswahnsinn der EU“. Dass wir „keine Verordnungen für unsere Schnitzel“ bräuchten und dass „wir keine Bevormundung aus Brüssel wollen“.

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