Gegen den Trend: Wien bleibt rot

FPÖ nur Platz 4

Gegen den Trend: Wien bleibt rot

Die Hauptstadt wählte auch bei der EU-Wahl völlig anders als Rest-Österreich.

Während alle Granden längst Interviews gaben, war Wiens Bürgermeister Michael Ludwig am Wahlabend absolut wortkarg – er ahnte, dass sich in Wien ein ganz anderes Polit-Erdbeben als im Rest Österreichs anbahnte. Um 23 Uhr erklärte ein erleichterter Ludwig gegenüber ÖSTERREICH: „Das Wiener Ergebnis stimmt mich zuversichtlich. Allen Spekulationen zum Trotz ist und bleibt die Sozialdemokratie in Wien klar die stärkste Kraft.“

SP klar vorn, VP holt auf

Tatsächlich: Hier liegt die SPÖ um 9,4 Prozentpunkte voran und mit 30,6 Prozent auf Platz 1. Gegenüber der EU-Wahl 2014 konnte man 2,9 Prozentpunkte zulegen. Die ÖVP in Wien holt etwas auf – gegenüber den verheerenden 16,6 Prozent von 2014 gelang ein Plus von 4,6 Prozent – vor allem auf Kosten der FPÖ, die in keinem einzigen Bezirk mehr die Mehrheit hat.

So wählte Wien

7 Bezirke werden Grün

Die Grünen schafften in Wien mit 20,0 Prozent mehr oder weniger ihr Ergebnis von 2014. Und sie haben allen Grund zum Jubeln. Sie gewannen insgesamt sieben Bezirke.

Platz 3 für die Grünen

Die eigentliche Sensation des Wahltags ist somit, dass die Grünen in Wien auf dem dritten Platz liegen und die FPÖ auf Platz vier verweisen konnten.

So wählte Ihr Bezirk

Nur Platz 4 für die FPÖ

Denn für die Wiener FPÖ – Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus waren hier die Parteichefs – setzte es ein Debakel. Mit 15,5 Prozent verlor man 2,7 Prozent. Besonders dramatisch: Im Gegensatz zur letzten Gemeinderatswahl gibt es keinen einzigen blauen Bezirk mehr – auch Simmering ging klar an die SPÖ verloren.

Vilimsky in Mariahilf nur 5. Blamabel: Harald Vilimsky (FPÖ) verlor in seiner Heimat Mariahilf 1,2 Prozent und liegt mit 8,4 Prozent nur am 5. Platz.

So wählte Österreich - Das Endergebnis (inkl. Wahlkartenprognose)

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