Rendi-Wagner

Nach EU-Debakel

Rendi-Wagner mit Attacke gegen Kurz

Nach der Wahl ist vor der Wahl. Die SP-Chefin richtet Blick schon auf September.

SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat ihren Auftritt im Festzelt ihrer Partei in der Wiener Löwelstraße zur Mobilisierung für die bevorstehende Nationalratswahl genutzt. Als ihren Gegner identifizierte sie dabei Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz. "Dieses Land darf nicht Spielball einer einzigen Person werden", rief sie ihren Unterstützern zu.

Die EU-Wahl sei geschlagen, möglicherweise könne man das Ergebnis von 2014 doch noch halten, hoffte sie auf die tatsächlichen Auszählungsergebnisse, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorlagen. Sie hoffe vor allem auf die Stimmen aus der Bundeshauptstadt Wien, so Rendi-Wagner.

"Aber ich sage euch, diese Wahl ist vorbei, und wir stehen ab morgen vor der nächsten Wahlauseinandersetzung", sagte die SPÖ-Chefin. Dies sei "absurd", und man habe dies einzig Kurz zu verdanken, der innerhalb von zwei Jahren zwei Bundesregierungen gesprengt habe. Dieses Scheitern der "eigenen Kurz-Strache-Bundesregierung" nutze der Kanzler für den eigenen Ich-Wahlkampf: "Das macht ein Regierungschef in dieser Situation nicht." Zum Abstimmungsverhalten der SPÖ beim Misstrauensantrag morgen, Montag, im Nationalrat sagte sie nichts.

Kurz freue sich vielleicht heute Abend, so Rendi-Wagner, doch zwei Drittel der Österreicher hätten ihn nicht gewählt. "Das sind die Österreicher, mit denen wir in den nächsten Monaten in die Wahlauseinandersetzung gehen", sagte Rendi-Wagner. Dass Österreich Spielball des ÖVP-Chefs werde, hätten sich weder die Menschen noch das Land verdient. Die SPÖ werde sich für die richtigen Veränderungen im Land einsetzen. "Ich werde mit euch rennen, und gemeinsam werden wir erfolgreich sein."


Video zum Thema: EU-Wahl: Die Exit Polls
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