EU-Krimi

Hofer bietet Strache Tauschhandel an

Zuletzt tendierte Strache dazu, auf das EU-Mandat zu verzichten und nach Wien zu gehen.

Wien. Offiziell ist Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache bereits EU-Mandatar. Die Bundeswahlbehörde wies ihm sein Mandat schon zu. Parteichef Norbert Hofer trifft heute aber mit Strache zusammen und will an ihn appellieren, „alles zu tun, damit die FPÖ ein gutes Wahlergebnis hat“. Im Klartext: Nach dem Ibiza-Skandal würde ein Strache in Brüssel den FPÖ-Nationalratswahlkampf verhageln, er solle verzichten. „Ich glaube, dass er eher zum Verzicht tendiert“, sagte Hofer in der "ZiB2".

Um versöhnlich nachzulegen: „Wenn er das Mandat annimmt, wird er Teil der FPÖ-Fraktion.“ Allen Fragen nach einem Parteiausschluss wich Hofer geflissentlich aus.

Wahlkampf. Dazu will Hofer Strache eine Art Tauschhandel anbieten: Strache verzichtet auf das EU-Mandat, wird dafür Spitzenkandidat für die Wien-Wahl 2020. Strache, der zunächst das EU-Mandat annehmen wollte, tendiert dem Vernehmen nach dazu, seiner Familie wegen in Wien zu bleiben.

Die Entscheidung will er möglichst spät bekannt geben.



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