Kanzler Kurz warnt vor dritter Corona-Welle | Von Lockerungen "noch weit entfernt"

Von Lockerungen "noch weit entfernt"

Kanzler Kurz warnt vor dritter Corona-Welle

Im Jänner, Februar und März würden uns noch "harte Zeiten" bevorstehen, warnt der Kanzler.

Angesichts der nach wie vor hohen Infektionszahlen hat die Regierung Freitagabend wieder Verschärfungen der Corona-Maßnahmen angekündigt. Bei Silvesterfeiern sind nur maximal zwei Haushalte erlaubt. Ausnahmen gibt es für den Heiligen Abend und den Christtag, da sind zehn Personen zulässig. Das gab Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) bei einer Pressekonferenz nach einer Konferenz mit den Landeshauptleuten bekannt. Zwar hätte der Lockdown seine Wirkung gezeigt, aber die Zahlen sind weiterhin dramatisch hoch.

Für Aufhorchen sorgte der Kanzler, als er über die Zeit nach dem Jahreswechsel spricht. Als ein Reporter fragt, ob es denn einen angedachten Inzidenzwert gibt, bei dem man wieder an Lockerungen denken könnte, sagte Kurz: "Von einer Lockerung der Maßnahmen sind wir weit entfernt. " Stattdessen rechnet der Kanzler damit, dass uns im Jänner eine dritte Welle droht. "Wir stehen derzeit an dem Punkt, wo wrir sagen können: der Lockdown in Österreich ist geglückt. Die Richtung ist eine gute, aber von einer generellen Lockerung sind wir weit entfernt. Ich rechne eher damit, dass wir uns anstrengen müssen, dass uns Anfang Jänner nicht die dritte Welle hart trifft", erklärt Kurz.

Video zum Thema: Bundesregierung erklärt neue Corona-Verschärfungen

"Gerade im privaten Bereich ist die Ansteckung hoch", betonte Kurz. "Das Virus macht vor den Feiertagen keinen Halt." Das Ansteckungsniveau sei nach wie vor zu hoch. "Die Pandemie ist alles andere als vorbei", sagte Kurz. Es würden in den nächsten Monaten noch "harte Zeiten" kommen.

Der Bundeskanzler kündigte die zweite Tranche der Massentests für Jänner an. In den Ländern erfolgt dies von 8. bis 10. Jänner, in Wien sogar bis 17. Jänner. Körpernahe Berufsgruppen müssen sich ab 8. Jänner alle zwei Wochen testen lassen, dazu zählen etwa Lehrer und Pädagogen. Die Gruppen würden nun von der Regierung gemeinsam mit den Sozialpartnern festgelegt.

"Die Lage ist angespannt und wird angespannt bleiben", warnte Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) und verwies auf die anrollende Grippesaison. "Und wir wissen noch gar nicht, wie die heuer ausfällt." Kogler appellierte an die Bevölkerung: "Wir werden durchhalten, wir wollen durchhalten und durchhalten heißt jetzt auch zusammenhalten."



 



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