OÖ-Wahlen:

Wegen Vergewaltigung angeklagter Ortschef wiedergewählt

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Muss nicht in Stichwahl, aber schlechteres Ergebnis als 2015.

Linz. Ein wegen Vergewaltigung angeklagter ÖVP-Bürgermeister hat in seiner Gemeinde auf Anhieb die Wiederwahl geschafft. Er bekam mehr als 50 Prozent und muss nicht in die Stichwahl. Allerdings musste er Verluste hinnehmen, 2015 hatte er mehr als zwei Drittel der Stimmen erhalten.

Der Politiker soll eine ehemalige Mitarbeiterin mehrfach vergewaltigt, sexuell belästigt und verleumdet haben. Er leugnet alle Vorwürfe, sein Prozess wird am 4. Oktober fortgesetzt, dann ist auch ein Urteil zu erwarten.

Die Landespartei hatte den Politiker nicht mehr auf die Landesliste gesetzt. ÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer betonte: "Im Einflussbereich der Landespartei wurde das Mandat zurückgelegt", alles Übrige sei Sache des Gerichts.

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