Wie Frauen der SPÖ in Wien die Wahl retten sollen

Ludwigs Abwehrkampf

Wie Frauen der SPÖ in Wien die Wahl retten sollen

Ab kommender Woche werden neue SP-Plakate affichiert. Plus: Große Rede.

Die Wiener Roten sind nicht wirklich zu beneiden. Wenige Monate vor der für sie so entscheidenden Landtagswahl verstrickt sich die Bundes-SPÖ (siehe Seite 7) erneut in eine Obfraudebatte und kümmert sich um eine Vertrauensfrage und Mitgliederbefragung statt um den Wahlkampf.

Dass auch noch der „politische Freund“ von Michael Ludwig, Hans Peter Doskozil (siehe links), kurzfristig für negative Schlagzeilen gesorgt hatte, dürfte die Wiener Sozialdemokraten auch nicht gerade erfreuen. SPÖ-Bürgermeister Ludwig will sich davon freilich trotzdem nicht be­irren lassen. Er hat seinen Wahlkampf per Bezirkstour bereits gestartet und wird kommende Woche in der ganzen Stadt eine neue Plakatserie – die ÖSTERREICH vorab exklusiv vorliegt – affichieren lassen.

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Im Mittelpunkt stehen Frauen: Ludwig lässt sich mit all seinen Stadträtinnen plakatieren mit der klaren Botschaft „Gleich!“. Damit soll einerseits die Gleichberechtigung forciert werden. Andererseits wolle sich die Wiener SPÖ damit als „moderne, weltoffene Partei mit klarer Abgrenzung zum konserva­tiven Weltbild“ präsentieren, erklärt ein SPÖ-Stra­tege. Bereits bei der Landtagswahl 2015 hatten mit 42 Prozent mehr Frauen als Männer (37 Prozent) damals die SPÖ gewählt.

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Rote in Wien wollen sich vom Bund abgrenzen

Frauen sind wiederum die größte Wählergruppe. Durch sie will Ludwig bei der Landtagswahl im Herbst die 39 Prozent vom letzten Mal halten oder ausbauen. Die Sozialdemokraten wollen verunsicherte bisherige Grün-Wähler damit ansprechen. Die Mitgliederbefragung über die eigene Parteichefin könnte das freilich eher stören.

Isabelle Daniel

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