Ein Kommentar von Gerald Grosz.
Der ORF kann nicht reformiert werden – er muss privatisiert werden! Die gescheiterte Ampel aus ÖVP, SPÖ und NEOS hat aus dem Roland-Weimann-Wahnsinn nichts gelernt. Schon wieder wird in Hinterzimmern der Postenschacher betrieben: Generaldirektor für den linientreuen Parteisoldaten, Landesdirektionen für die Günstlinge. Qualität der Bewerber? Egal! Hauptsache, der Kandidat ist steuerbar und tanzt nach der Pfeife der Politik. Der ORF bleibt ihre letzte Propagandaorgel – die da oben geben sie nicht her.
Wer den ORF reformieren will, kann ihn nur privatisieren. Für ein echtes öffentlich-rechtliches Informationsangebot sollen alle Sender in Österreich einen Anteil am Budget bekommen. Aber nur, wer Information statt Propaganda liefert, wer den Bildungsauftrag erfüllt und nicht nur Parteisprech verbreitet. Wer das nicht tut, darf sich weiter im freien Werbewettbewerb abrackern. Das wäre die Lösung, die dem ORF hilft und die geplagten Zwangsgebührenzahler entlastet. Denn wer nicht hören will, muss fühlen – alle ORF-Reformen der letzten 30 Jahre sind gescheitert. Die da oben haben uns für dumm verkauft.
Genug ist genug! Schluss mit dem Parteienfilz im öffentlich-rechtlichen Rundfunk!