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Kanzler greift jetzt durch

oe24.TV-Interview: Kurz will jetzt Millionen Schnelltests

''Unser Ziel ist, dass wir in einer Größenordnung von Millionen solcher Tests kommen. Das Motto muss sein: Testen, testen und testen'', so Sebastian Kurz auf oe24.TV.

Zu wenig, (fast) zu spät: Erst jetzt wird die Bundesregierung die Testkapazitäten in Sachen Corona stark ausweiten: „Es wird gelingen, die Kapazitäten in den Testlaboren auf rund 15.000 pro Tag auszubauen, und auch durchzuführen, sofern wir die notwendigen Ressourcen erhalten“, kündigte Kanzler Sebastian Kurz an. Bisher sind österreichweit kaum mehr als 2.000 Tests pro Tag durchgeführt worden. Das wichtigste Ziel – neben der Reduktion der sozialen Kontakte – laute „testen, testen, testen“, so Kurz.

Kurz korrigiert Anschober. Kurz hat sich dabei gegen Gesundheitsminister Rudi Anschober durchgesetzt, der sich bisher querlegte. Der Kanzler kündigt im Interview mit oe24.TV sogar an, jetzt Schnelltests für alle (!) Österreicher zu forcieren. Es gehe darum, möglichst schnell die Kapazitäten zu haben, um Hunderttausende Menschen zu untersuchen: „Diese Tests haben nicht dieselbe Qualität wie jene, mit denen wir jetzt untersuchen. Aber es ist die einzige Möglichkeit, um Hunderttausende zu testen.“

Schon diese Woche sollen die ersten Schnelltests nach Österreich kommen – nach einer Probephase folgt das Roll-out. Problem bei Schnelltests: Da sie nur Antikörper nachweisen, sind sie am Beginn der Infektion noch ungenau.

Kurz: "In Kürze 15.000 
Tests pro Tag!"

oe24.TV: Sie haben mehr Corona-Tests angekündigt. Viele Menschen sagen, dass sie nicht getestet werden. Wie soll das künftig ablaufen?

Sebastian Kurz: In Südkorea sind die vielen Tests Teil des Erfolgskonzeptes. Wir werden in Kürze auf 15.000 Tests pro Tag kommen. Darüber hinaus gibt es irgendwann die Notwendigkeit, zum Normalbetrieb zurückzu kehren. Dafür braucht es breitflächigere Tests. Da werden wir aufs Modell der Schnelltests setzen. Die sind zwar nicht so gut wie die Tests im Labor, dafür reden wir hier von Hunderttausenden Tests, die da gemacht werden können.

oe24.TV: Soll jeder Österreicher so einen Schnelltest bekommen, ist das Ihr Ziel?

Kurz: Unser Ziel ist, dass wir in einer Größenordnung von Millionen solcher Tests kommen. Das Motto muss sein: Testen, testen und testen. Priorität müssen natürlich betroffene Gruppen haben – und das medizinische Personal.

oe24.TV: Was soll mit Personen passieren, die positiv getestet werden?

Kurz: Quarantäne und häusliche Isolierung. Je mehr betroffen sind, desto mehr müssen wir auf häusliche Isolierung setzen.

Kanzler warnt: Noch länger keine Normalität

Kurz dämpft die Hoffnungen, dass der Alltag in Österreich bald zur Normalität zurückkehren wird: „Wir werden nach Ostern in einer Phase sein, die der heutigen mehr ähnelt als der Normalzustand.“ Ziel sei es aber, dass die Maßnahmen mit 14. April schrittweise zurückgefahren werden. Im Kanzleramt sitzt bereits eine „Taskforce“, die die einen Plan ausarbeiten, wie und wann das System langsam wieder hochgefahren wird. Kernfrage: : Wie man verhindern kann, dass es nach dem Shutdown zu einem sofortigen Anstieg der Ansteckungen kommt? Kurz setzt neben Massentests auf „Big Data“. Etwa mit Handy-Bewegungsdaten soll eine Verbreitung des Virus verhindert werden.

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