Polit-Krach um Millionen für MTV Awards

Klobesen-Oscar vs. Geilomobil

Polit-Krach um Millionen für MTV Awards

Wirtschaft, Tourismus und ÖVP kämpfen um Wien als Gastgeberstadt für MTV.

"Wien hat die einzigartige Chance, 2018 Gastgeber der MTV Europe Music Awards zu sein. Packen wir die Gelegenheit beim Schopf. Machen wir Wien zum Zentrum der Popkultur", fordern in einem offenen Brief praktisch alle Vertreter der Top-Hotellerie von Reiner Heilmann (Sacher) bis Monique Dekker (Park Hyatt Vienna). Und auch im Gemeinderat spielten sich am Freitag wilde Szenen zu diesem Thema ab:

Klobesen-Oscar für Wien.
ÖVP-Chef Gernot Blümel überreichte -ausgerechnet bei der Debatte zur Millionen-Subvention für den Skandal-Sender Okto TV (siehe nächste Seite) - aus Protest gegen das strikte Nein von Rot-Grün einen Award für "Wien als schlechtesten Gastgeber Europas". Blümels Kritik: "Eine Million Euro für Okto TV mit 7.000 Sehern ist kein Problem. Für einen Event, den 20,4 Millionen Zuschauer live verfolgen, den 230 Millionen per Video aufriefen und der 900 Millionen Erwähnungen der Gastgeberstadt in sozialen Medien brachte, ist kein Geld da."

SPÖ: "Wie Geilomobil".
Der SPÖ-Konter ist knallhart: "Zuletzt kam nicht einmal Justin Bieber zum Award nach Rotterdam. MTV Europe dreht kein Jugendlicher mehr auf -es ist so uninteressant wie eine Fahrt im Geilomobil (Anm.: Ein Wahlkampf-Gag von Sebastian Kurz). Kein Steuergeld für Schall und Rauch", so Gemeinderätin Susanne Bluma.

Millionen. Die Kostenrechnung von Stadtrat Andreas Mailath-Pokorny ist tatsächlich saftig: Neben 3 Mio. Euro Fixum verlange MTV 1.200 Fünfsterne-Hotelbetten, eine Location mit 8.000 Plätzen, eine After-Show-Location f ür 2.000 Personen und Tausende Flugtickets gratis.

Die MTV Awards kämen ein Drittel teurer als die Beach-Volleyball-WM und der Life Ball zusammen - Events, die immerhin andere TV-Sender weltweit übertragen.

 



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