Regierung fördert "Talente"

Bildungsreform

Regierung fördert "Talente"

Sebastian Kurz nimmt sich jetzt zügig des Dauerstreit-Klassikers Schulreform an. 

Im oe24.TV-Interview verriet der Kanzler, in welche Richtung es dabei gehen soll: „Wir wollen eine bessere Förderung von besonders talentierten Schülern, aber auch von schwächeren Schülern sicherstellen.“ An den konkreten Plänen für eine derartige Umstellung des Systems werde gerade gearbeitet, heißt es aus seinem Büro.

  • Bereits kommenden Mittwoch präsentiert VP-Minister Heinz Faßmann im Ministerrat neue Bildungsmaßnahmen (z. B. Verlängerung des Teamteaching).

  • Am Projekt der individuellen Talenteförderung werde aber noch gefeilt.

 

Video zum Thema: Kurz im großen Interview auf oe24.TV
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Experte

ÖSTERREICH fragte beim Bildungsexperten Andreas Salcher nach: „Ich finde es richtig, wenn sich Kurz selbst in die Umsetzung der Bildungsreform involviert. Ohne mächtige Freunde geht der talentierte Schüler unter.“ Und: „Indi­viduelle Talenteförderung ist mit der 50-Minuten-Stunde und einem Halbtagesschulsystem nicht möglich.“


Faßmann: "Müssen uns an Talenten orientieren"

ÖSTERREICH: Der Kanzler kündigte auf oe24.TV eine forcierte Förderung von Talenten an. Wie wollen Sie das als Bildungsminister umsetzen?

Heinz Faßmann: Wir sollten uns diesbezüglich mehr an den Stärken und Talenten der Kinder und Jugendlichen orientieren als an den Schwächen. Erfolg und Leistung stellen sich dann umso eher ein. Jedes Kind, jeder Jugendliche hat Talente. Und die pädagogische Herausforderung und das Verdienst unserer Pädagogen ist ja schon jetzt, diese freizulegen und zu fördern.

ÖSTERREICH: Können Sie ein Beispiel nennen?


Faßmann:
Wir haben ja ein Institut für Begabtenförderung in Salzburg – das geht in Richtung Hochbegabtenförderung. Aber wir müssen auch niederschwelliger, z. B. über MINT-Initiativen (Anm.: Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) und andere Bemühungen die Talente unserer Kinder und Jugendlichen fördern. Fazit: Die Kompensation von Schwächen ist bei Weitem nicht alles. (hir)

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