Schützenhöfers Traum zerplatzte

Kopf-an-Kopf-Rennen verloren

Schützenhöfers Traum zerplatzte

Der steirische ÖVP-Chef sah sich schon an der Spitze.

"Schützi go", hallt es durch die Parteizentrale. Aber klare Sieger sehen anders aus: Hermann Schützenhöfer, Herausforderer der ÖVP und Intimfeind von Franz Voves (SP), lag in den ersten Hochrechnungen von ORF und ATV nur hauchdünn hinter den Roten. Vor allem ein Seriensieger, Bürgermeister Siegfried Nagl, hat in Graz stark enttäuscht. Darüber herrscht Ärger. Als Nagl-VP hinter die total zerstrittenen SPÖ zurückzufallen, das sei "schon eine Kunst".

"Schönster Abend meines Lebens"
Schützenhöfer versucht, sich nach der ersten Enttäuschung zu trösten. "Die Regierungsmehrheit der SPÖ ist gebrochen, die SPÖ hat verloren, der Abstand ist geschrumpft", sucht er das Positive. "Das moralische Recht auf den Landeshauptmann hat zwar der Stimmenstärkste, aber wir werden sehen, was die Verhandlungen bringen", legt sich Schützenhöfer nicht fest. Man hofft immer noch auf die FPÖ - und die Wahlkarten: "Vielleicht bewegt sich noch ein Mandat."

"So oder so - das ist der schönste Abend meines politischen Lebens", redet sich Schützenhöfer ein Happy End ein. "Es schien aussichtslos an die SPÖ heranzukommen. Nun könnte es knapp werden", sagte er schon am Vormittag. Er kam mit Gattin Marianne im Familien-Golf, erwartet von rund 20 Fotografen. Sein Gefühl: "Sturm gewinnt zu Hause." Auch bei der Wahl hatte er ein gutes Gefühl. Bei beidem täuschte er sich. Sturm verlor gegen die Austria 0:2 und auch bei der Whl wollte sich kein richtiger Sieg einstellen.

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