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Apothekenrechnung

Spesen-Affäre: Strache verrechnete sogar Potenzmittel

Der ehemalige Vizekanzler soll sogar Apothekenrechnungen über die FPÖ abgerechnet haben.

Wieder neue Vorwürfe gegen Ex-FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache. Laut Medienberichten soll der ehemalige Vizekanzler nicht nur Luxus-Mode und Nachhilfestunden über die Partei abgerechnet haben, sondern auch Apothekenrechnungen.

Potenz- und Diätmittel

Konkret geht es um Ausgaben im Wert von 8.000 Euro, die der ehemalige Parteichef über die Partei abrechnen ließ. Ein Großteil dafür wurde für Potenz- und Diätmittel ausgegeben. Strache selbst betonte wiederholt, dass er sich nichts zuschulden kommen ließ und private Rechnungen auch wieder beglich.  Seine Referentin haben eine Handkassa mit Verrechnungsgeld geführt, welches dazu diente, die laufenden Barauslagen, die im Rahmen der politischen Tätigkeit anfielen, abzudecken. Strache habe auch seine Mitarbeiter gebeten, private Erledigungen durchzuführen, das Geld wurde dann aber ersetzt.
 

Lange Spesen-Liste

Die Staatsanwaltschaft Wien führt derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen Verdacht des Spesenbetrug. Das sind die Vorwürfe
 
  • Pool-Reparatur: Der Ex-FPÖ-Chef soll auch die Reparatur des Pools in seinem Garten der Partei verrechnet haben. Strache dementiert: „So etwas mache ich nicht.“ Er meint: Sein Bodyguard R. hätte die Rechnung, die er mit Geld vom privaten Konto Straches bereits beglichen hatte, dann nochmals bei der Partei-Buchhaltung eingereicht – und so für sich abkassiert. R., der tatsächlich zehn Jahre für Straches Konto zeichnungsberechtigt war, soll bei der Justiz aber ganz anders ausgesagt haben.
  • Nachhilfestunden: Auch ein Beleg für die Lernhilfe seines Sohnes aus erster Ehe findet sich auf der bisher vertraulichen Spesen-Liste, die Gegner von Heinz-Christian Strache jetzt in Umlauf brachten.
  • Luxus-Mode: Eine Rechnung „500 Euro Gucci“ ist ebenfalls als Spesen-Beleg von der Staatsanwaltschaft sichergestellt worden.
  • Dutzende Strafzettel: Entweder dem Ex-Parteichef selbst oder aber seinem Bodyguard dürfte die Straßenverkehrsordnung herzlich egal gewesen sein: Im Akt der Justiz finden sich jedenfalls ganze Stapel an Strafzetteln, die von der FPÖ bezahlt worden sind.
  • Restaurant-Kosten: In den Ermittlungsergebnissen der Staatsanwaltschaft finden sich auch zahlreiche Restaurant-Rechnungen. Die meisten von ausgezeichneten Restaurants in der Wiener Innenstadt.
  • Friedhofsgärtner: In den Unterlagen der Justiz soll sich auch eine Rechnung einer Friedhofsgärtnerei befinden. Auch dieser Betrag sei mit Parteigeld beglichen worden.


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