audimax

Studenten-Aufstand

Care-Pakete aus D für Uni-Besetzer

Eine Unterstützung von 100.000 Euro der ÖH für die protestierenden Studenten sorgt für Unmut innerhalb der Studentenvertretung.

Die bei einer Bundesvertretungs-Sitzung am Wochenende beschlossene Unterstützung in Höhe von 100.000 Euro für die protestierenden Studenten sorgt für Kritik innerhalb der Österreichischen HochschülerInnenschaft (ÖH). Die VP-nahe AktionsGemeinschaft (AG) sprach in einer Aussendung von einer "Bankrotterklärung der linken ÖH-Minderheitenexekutive". Die 100.000 Euro entsprächen in etwa der Summe der vorläufigen Schäden am Gebäude der Uni Wien - für die AG ist dies daher eine "Subventionierung und Toleranz der Sachbeschädigungen".

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Mit den 100.000 Euro will die ÖH protestierende Studenten in ganz Österreich unterstützen und nicht nur die Besetzer des Audimax an der Uni Wien, hieß es auf Anfrage. Das Geld stamme aus Rücklagen der vergangenen Jahre und müsse "zweckgebunden" eingesetzt werden, also etwa für die Anmietung einer Anlage bei einer Demonstration. Die Studenten müssten jeweils einen Antrag schreiben und eine Rechnung vorlegen - der Ablauf sei der gleiche wie bei einem Projektantrag.

Care-Pakete aus Deutschland
Anderweitige Hilfe erhalten die Hörsaal-Besetzer aus Deutschland. Seit heute, Montag, Früh ist ein Bus der Universität Kiel nach Österreich unterwegs, der die Protestierenden mit "Care-Paketen" - gefüllt "mit allem, was man in so einem besetzten Hörsaal vielleicht gebrauchen kann: Lebensmittel, Zeitschriften, Toilettenpapier, usw." - versorgen soll. Die Route geht über Hamburg, Hannover, Göttingen, Kassel, Marburg, Frankfurt, Darmstadt, Heidelberg, Würzburg, Nürnberg und München, wo die jeweils lokalen Studentenvertretungen weitere Päckchen aufladen. Der Bus bzw. eventuell Konvoi soll am Dienstag gegen 16.00 Uhr in Salzburg und gegen 20.00 Uhr in Wien sein.



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