Kurz: Sein Wahl-Drehbuch

Kurz-Wahl-Insider

Kurz: Sein Wahl-Drehbuch

Am 5. September wird Sebastian Kurz den ersten Teil seines 250-seitigen Wahlprogramms präsentieren. Unter dem Titel „Neue Gerechtigkeit“ will er dann endlich Details zu seinem Steuer- und Abgabenquotensenkungsplan – von 43 auf 40 Prozent – erklären.

Viele der Einsparungsvorschläge – etwa im Förder- oder Verwaltungsbereich – dürften aus der Feder von Ex-Rechnungshofpräsident Josef Moser stammen, der nun auf der VP-Bundesliste kandidiert.

Am 8. September startet dann – Kurz war freilich auch in den vergangenen Tagen bereits quer durch Österreich unterwegs – seine offizielle Wahlkampftour in Niederösterreich. Im Bundesland mit den meisten Wahlberechtigten möchte der VP-Kanzlerkandidat besonders gut abschneiden. Das könne dann auch schwächere Ergebnisse – etwa in Wien – ausgleichen, meinen seine Wahlkampfstrategen.

Mitte September stellt Kurz Standort-Plan vor

Bis zum 17. September tingelt der türkise Kanzlerkandidat dann durch alle Bundesländer. Dazwischen möchte er Teil zwei seines Programms – „Wirtschaft und Standort“ vorstellen.

Danach geht es zur UNO-Generalversammlung nach New York weiter.

Wahlkampfauftakt in der Wiener Stadthalle

Der offizielle Wahlkampfauftakt findet im Anschluss an die Reise, am 23. September in der Wiener Stadthalle, statt. Dort erwartet die ÖVP 10.000 Gäste.

Am 26. September will Kurz den letzten Teil seines Wahlprogramms – „Sicherheit und Ordnung“ – enthüllen und damit wohl das Wahl-Finish dominieren.

Countdown und die 
Koalitions-Optionen

Im Hintergrund überlegen die Strategen des VP-Chefs freilich auch bereits Szenarien für den Tag danach. Sollte Kurz bei der Nationalratswahl am 15. Oktober tatsächlich Erster werden, möchte er etwas „völlig Neues“ versuchen, sagt ein Wegbegleiter. Er liebäugle mit einer Minderheitsregierung und wechselnden Mehrheiten für unterschiedliche Reformprojekte.

Allerdings ist es fraglich, dass die anderen Parteien da mitspielen. SPÖ-Teile wollen Kurz eine erneute Partnerschaft anbieten – für beide Parteien ebenfalls kein leichtes Unterfangen. Realistisch wäre da wohl eher Schwarz-Blau – allerdings nur, wenn Kurz klar Erster wäre.

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