So will Kern den Umschwung schaffen

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So will Kern den Umschwung schaffen

 Die Umfragen zeichnen kein gutes Bild für die Roten. Interne Heckenschützen, die immer offensichtlicher gegen den eigenen Parteivorsitzenden agieren, verbessern die Ausgangslage freilich auch nicht. Aber: Christian Kern, ein leidenschaftlicher Mountainbiker und Läufer, hat offensichtlich "stärkere Nerven, als viele glauben", sagt ein langjähriger Wegbegleiter des SPÖ-Kanzlers.

Kern tourt auch unermüdlich durch das Land, schüttelt Hände und versucht noch, Wähler für die SPÖ zu mobilisieren. Der Kanzler selbst hat zudem hervorragende Persönlichkeitswerte. Bei den SPÖ-Wählern hat er eindeutig die größten Sympathien von allen SPÖ-Politikern.

Angriffe auf Kern schließen jetzt rote Reihen


Dass sich der 51-jährige Ex-ÖBB-Boss außerdem in einem politischen Vielfronten-Krieg - ÖVP, FPÖ und Teile der eigenen Roten - befindet, schließt die Reihen der übrigen Roten.

Die mächtige SPÖ Niederösterreich - dort sind die meisten Wahlberechtigten - und ihr Obmann Franz Schnabl kämpfen ebenso wie der Kärntner SPÖ-Landeshauptmann Peter Kaiser auf Kerns Seite. Zu den Loyalisten gehören ebenfalls die SPÖ Steiermark, die Salzburger Roten und die kleinen SP-Landesgruppen in Tirol und Vorarlberg. Auch in Oberösterreich - ein Battleground für die SPÖ - dürfte die Mehrheit der SPÖ-Basis für Kern laufen.

Die wahlentscheidende Landesgruppe ist freilich die SPÖ Wien. Hier schwächen Grabenkämpfe die gesamte SPÖ. Allerdings dürften auch einige Flächenbezirke auf Distanz zu jenen Roten gehen, die Kern nach der Wahl beerben wollen.

Hoffen auf Häupl und eine gespaltene Gewerkschaft

Zudem dürften rote Granden - etwa der angesehene rote Ex-Kanzler Franz Vranitzky - versuchen, für die SPÖ zu mobilisieren. Andere hoffen auf ein "Wiedererstarken von Michael Häupl, der sich der SPÖ im Burgenland widersetzen" könnte.

Die Gewerkschafter - sie sind seit der Ablöse von Ex-SP-Kanzler Werner Faymann gespalten - teilen sich weiter auf zwei Lager auf. Während die "alte Garde" um ÖGB-Präsident Erich Foglar offenbar eine enden wollende politische Liebe für Kern empfindet, kämpft die starke Teilorganisation der Privatangestellten auf der Seite des Kanzlers. 30 Tage bleiben Kern noch.
 

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