Akzeptanz für Türkis-Rot nimmt zu

Das sagt Österreich

Akzeptanz für Türkis-Rot nimmt zu

Ein Kommentar von Österreich-Herausgeber Werner Schima.

Man muss kein Prophet sein, um das vorherzusagen: Am Wahlabend werden wir aller Wahrscheinlichkeit nach einen Sieger erleben, der seinen mutmaßlichen Triumph nicht voll auskosten kann. Denn Sebastian Kurz wird sich dann dessen bewusst sein, dass die wahren Schwierigkeiten erst jetzt beginnen. Er muss einen Partner für eine stabile und dauerhafte Koalition finden – denn innerhalb weniger Jahre dreimal eine Regierung zu sprengen, kann sich nicht einmal ein Wunderkind leisten.
 
Für seine Lieblingsvariante braucht der Altkanzler ein Wunder, wie unsere ak­tuelle Umfrage zeigt. Mit den Neos kommt er zurzeit auf 44 Prozent – das geht sich bei Weitem nicht aus, wird nur möglich sein, wenn die ÖVP in den letzten vier Wochen doch noch an der 40-%-Marke kratzen kann.
 
Türkis-Blau, immer noch für eine (allerdings schwindende) relative Mehrheit der Österreicher die Wunschvariante, wird politisch immer schwieriger. Selbst mit einem vor­übergehend sedierten Strache. Der Wirtschaftsflügel der ÖVP und vor allem die schwarzen Landesfürsten haben genug davon.
 
Hält man Türkis-Grün für eine zwar charmante, doch utopische Variante, bleibt nur noch die Wiederbelebung der schlechten alten „großen“ Koalition. Dazu müssten vor allem einige Türkise über ihren Schatten springen, doch es mehren sich die Anzeichen, dass Sebastian Kurz „die Krot“ schlucken würde. Laut Umfrage freunden sich auch schon mehr Österreicher mit dem Gedanken an – Türkis-Rot ist bereits die drittliebste Variante.

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