Was für, was gegen Türkis-Grün spricht

Das sagt ÖSTERREICH

Was für, was gegen Türkis-Grün spricht

Ein Kommentar von ÖSTERREICH-Chefredakteur und Herausgeber Werner Schima.

Gibt’s Türkis-Grün vielleicht schon heute – oder platzt das Experiment einer solchen Koalition doch noch im letzten Moment?

Für Türkis-Grün spricht: Die Koalition der Sieger ist die logische Variante. Funktioniert die Zusammenarbeit der beiden einzigen gesunden Parteien (abgesehen von den Neos) wirklich, könnten wir tatsächlich eine Regierung bekommen, die Antworten auf die Fragen der Zukunft gibt. Außerdem wäre Türkis-Grün international ein Hit.

Dagegen spricht: Müssten die Grünen zu viele Zugeständnisse machen, riskieren sie eine Zerreißprobe – und das vor der Wien-Wahl 2020. Und noch immer gibt’s die Möglichkeit, dass Sebastian Kurz im letzten Moment abspringt, weil er draufkommt, dass ihm doch noch drei weitere – weniger mühselige – Varianten offen stehen.

1. Doch noch Türkis-Blau? Das wäre zwar international ein Desaster, aber nach innen nach der Abnabelung von Strache argumentierbar. Hofer würde Kurz aus der Hand fressen, den bissigen Kickl würde er schon verkraften.

2. Oder doch Türkis-Rot? In der SPÖ meint man, dass die Partei in der Opposition nicht überlebensfähig ist. Man würde es sehr billig geben, wenn man in eine Regierung dürfte und wieder Posten und Pfründe zu verteilen hätte. Kurz hätte noch leichteres Spiel als mit der FPÖ.

3. Oder Alleinregierung? Kommt Kurz mit Kogler auf keinen grünen Zweig, kann er sagen: „Ich hab mich redlich bemüht – es geht nicht.“ Nach kurzer Alleinregierung könnte Kurz dann in Neuwahlen gehen – in der (berechtigten) Hoffnung, noch stärker zu werden und endlich mit den Neos zu regieren.

Dagegen spricht: Keiner will bald wieder wählen und wahrscheinlich nicht einmal die ÖVP kann sie sich leisten.

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