Das sagen die Promis zur Wien-Wahl

Wahl-Analyse

Das sagen die Promis zur Wien-Wahl

Meinungen: Das sagen Promis und Experten zum Ergebnis der Wien-Wahl.

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Das sagt Promi-Wien zur Wahl

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    Auf der nächsten Seite alle Statements der Promis im Überblick!

     

    Die SPÖ verliert mit Häupl die Absolute, Riesen-Sieg für FPÖ und Strache und große Verluste bei der ÖVP und den Grünen. Das Wahlergebnis spaltet auch das Promi-Wien. ÖSTERREICH hat die Stimmung eingefangen:

     

    • Niki Lauda, Unternehmer: "Nur diskutieren ist zu wenig"
      Keine Überraschung. SPÖ und ÖVP kommen bei den Wählern nicht mehr an. Nur diskuitieren und präpotent an den Wählern vorbeiregieren ist zu wenig. Darum ist es nur logisch, dass die FPÖ 27 Prozent hat.

     

    • Werner Schneyder, Autor: "SPÖ zeigt keine Haltung"
      Linksromantiker stehen bei Fragen zu Migranten auf verlorenem Posten. Vom Clubfauteuil aus lässt sich nicht mitmenschlich sein. Die SPÖ zeigt keine klare Haltung, das öffnet Demagogen Tür und Tor.

     

    • Ruth Elsner, Ehefrau: "Habe auf 24% für Strache getippt"
      Die ÖVP schwimmt ab, bei der SPÖ drängt sich die Frage auf, ob Häupl nicht schon längst ein Auslaufmodell ist. Ich habe auf 24% für Strache getippt. 90% seiner Wähler hat er nur wegen seiner Ausländer-Linie.

     

    • Heide Schmidt, Ex-Liberale: "Aggressivität hat gesiegt"
      Das Thema "Ausländer" mobilisiert am meisten. Unzufriedenheit orientiert sich an einer aggressiven Partei und das ist bitter. Beide Großparteien konnten ihre bisherigen Wähler nicht halten.

     

    • Karlheinz Hackl, Schauspieler: "Ich finde es furchtbar"
      Die Zahlen sind ernüchternd. Ich hatte gehofft, dass Wien anders wählt. Dass Strache so viel dazugewonnen hat, finde ich furchtbar. Das ist ein schwerer Rückschritt für das Land. Der hatte ja nur das Ausländerthema, keine wirtschaftlichen Ansätze.

     

    • Anas Schakfeh, Islam-Präsident: "Enttäuschende Beteiligung"
      Es ist enttäuschend, dass die Wahlbeteiligung niedrig ist. Dass eine Partei, die auf Hass setzt, mehr als ein Viertel der Stimmen bekam, ist bedauerlich. Es ist enttäuschend, dass die Wähler sich von einer populistischen Partei verführen ließen.

     

    • Erwin Steinhauer, Schauspieler: "FPÖ hat mich überrascht"
      Dass die SPÖ die Absolute verliert, war vorauszusehen. Dass Strache so dicht an den Erfolgen von Haider dran ist, hat mich sehr überrascht. Dass es für einen Großteil der Menschen neben der Einwanderung noch viele andere Probleme gibt, hat die SPÖ noch nicht erkannt.

     

    • Gerald Karner, Militär-Experte: "Verhältnisse stabilisieren"
      Das Ergebnis freut mich nicht, weil ich glaube, dass die FPÖ nicht die Partei ist, die in Wien eine große Rolle spielen sollte. Das würde zu einer weiteren Radikalisierung führen. Es spricht vieles dafür, dass es zu einer Koalition zwischen SPÖ und ÖVP kommt. Das würde auch die Verhältnisse im Bund stabilisieren.

     

    • Rotraud Perner, Psychologin: "Alltagsfaschismus nimmt zu"
      Dass der Alltagsfaschismus zunimmt, beobachte ich seit 10 Jahren. Die SPÖ muss sich jetzt entscheiden, welche Konzepte der Grünen bzw. der ÖVP zu ihr passen, und ob sie sich traut, der FPÖ die Stirn zu zeigen. In Zukunft geht es darum, antifaschistische Konzepte zu erstellen und darum, dass die Großparteien endlich Profil zeigen.

     

    • Toni Faber, Dompfarrer: "Weg frei für neue Konzepte"
      Das Ergebnis ist eine Ohrfeige für SPÖ, ÖVP und Grüne. Diese Parteien sind jetzt aufgerufen, bessere Konzepte für Integration zu finden, anstatt andere immer nur ins ausländerfeindliche Eck zu stellen. Der Weg ist jetzt frei für neue Konzepte.
       
    • Claus Raidl, Unternehmer: "ÖVP hat Wahlziel verfehlt"
      Alle Parteien, außer die FPÖ haben ihre Wahlziele verfehlt – leider. Es kann aber sein, dass die ÖVP trotz des schlechten Ergebnisses in die Landesregierung kommt. Das gab’s schon einmal unter Görg – die ÖVP hat davon aber nicht dauerhaft profitiert. Die Funktionäre werden aber nach Posten gieren.

     

    • Mirko Kovats, Unternehmer: "Parteien sind abgehoben"
      Zu dem Desaster der roten, schwarzen und grünen Abgehobenheit fällt mir nichts ein.

     

    • Alfons Haider, Schauspieler: "Große müssen nachdenken"
      Ein trauriges Ergebnis, das die Großparteien zum Nachdenken zwingen muss. Es ist ihnen nicht gelungen zu demonstrieren, dass ein Miteinander wichtiger ist als das Gegeneinander. Dafür hat es der Herr Strache geschafft, konsequent zu demonstrieren, dass er gegen etwas ist. Strache wird sich jetzt wieder aus Wien verabschieden, er will nicht das Rathaus, er will den Ballhausplatz – aber das ist eben Demokratie.

     

    • Christoph Leitl, Kammerchef: "Große Koalition naheliegend"
      Jetzt kommt die Woche des Hauens und Stechens. Trotzdem ist eine Große Koalition, die keine Große mehr ist, naheliegend. Strache hat Niveau vorletzter Wahl erreicht.

     

    • Marika Lichter, Managerin: "Sieg der Menschenverachter"
      Ich finde das entsetzlich. Ich mache nicht nur der SPÖ den Vorwurf, sondern auch der ÖVP, dass sie es nicht geschafft haben, ihre Wähler zu mobilisieren. Es ist ein Sieg der Menschenverachter.

     

    • Hans Mahr, Medien-Manager: "Häupl nimmt Kleine zur Brust"
      Bei der Konfrontation Häupl gegen Strache sind beide Damen durchgefallen. Alles, was zwischen die Fronten geriet, hat verloren. Michael Häupl wird sich jetzt einen der beiden Kleinen als Koalitionspartner zur Brust nehmen. Strache hat ein Haider-Ergebnis erreicht.
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