17. Juni 2009 10:54

Arthritis 

Neue Therapie bei Gelenksschmerz

Neue Studien beweisen, dass der Antikörper Mabthera die Erkrankung stoppen kann.

Neue Therapie bei Gelenksschmerz
© sxc

Zwei Millionen Österreicher leiden an rheumatischen Erkrankungen, 80.000 an „Chronischer Polyarthritis“. Von der schmerzhaften Gelenksentzündung sind zunehmend Frauen zwischen 30 und 40 Jahren betroffen. Die Krankheit ist zwar nicht heilbar, aber bei Früherkennung heute gut behandelbar.

Medikamentöse Hilfe
Die Therapie mit dem monoklonalen Antikörpern Mabthera zeigt dabei sehr gute Erfolge. Als erstes Medikament richtet es sich selektiv gegen bestimmte B-Zellen des Immunsystems und stoppt dabei den Entzündungsprozess.

Neue Studien
Eine in der vergangenen Woche im Rahmen eines internationalen Kongresses vorgestellte Studie zeigt: Mabthera verlangsamt das Fortschreiten der Gelenkschädigung bei chronischer Polyarthritis, wenn es früh genug verabreicht wird.

Die Daten zeigen zum ersten Mal, dass ein Behandlungszyklus aus zwei Infusionen mit Mabthera 1000 mg im Abstand von 24 Wochen – verabreicht als erstes Biologika – nach einjähriger Behandlungsdauer die Gelenkschädigung deutlich verlangsamt. Bereits ab dem sechsten Monat wird das Fortschreiten der Erkrankung gestoppt.

Frühe Therapie
„Diese positiven klinischen Daten unterstützen eindeutig die Anwendung von Mabthera zu einem früheren Zeitpunkt und bieten eine überzeugende neue Möglichkeit der Vorbeugung einer Gelenkschädigung”, so Studienleiter Paul-Peter von der Universität Amsterdam.

Individuelle Therapie
In der Studie konnten die Mediziner jene Patienten identifizieren, die am ehesten von einer Behandlung mit Mabthera profitieren. Damit ist erstmals eine maßgeschneiderte Therapie der Chronischen Polyarthritis möglich.

Unbehandelt führt die Erkrankung zu einer Schädigung der Gelenke und damit verbunden zu einer bleibenden Invalidität der Patienten.


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