01. Dezember 2006 10:01

Scharfe Sachen 

Diese Gewürze sind gesund

Scharfe Sache. Starke Gewürze bringen uns jetzt gesund über den Winter. Die besten 10.

Diese Gewürze sind gesund
© Buenos Dias

Lebkuchen, Bratäpfel, Zimtsterne und Glühwein – in der kalten Jahreszeit haben Gewürze Hochsaison. Das ist kein Zufall. Die wärmende, keimtötende oder belebende Wirkung des zugesetzten typischen Wintergeschmacks sind in der Medizin schon ewig bekannt.

Gute Bodyguards.
Bis zu 30.000 verschiedene Inhaltsstoffe wie ätherische Öle, Bitter- oder Gerbstoffe und ihre Wechselwirkung untereinander sind für die gesundheitsfördernden Effekte verantwortlich. Damit keine unerwünschten Nebenwirkungen auftreten, muss immer auf gute Qualität geachtet werden: Hochwertige Produkte sind in Naturkostläden, Reformhäusern oder auf Märkten erhältlich, dort sind sie frisch und ungespritzt.

Große Wirkung.
Schon kleine Mengen sollen Großes bewirken. So können Gewürze Entzündungen hemmen, den Stoffwechsel anregen, Krebs vorbeugen, die Verdauung fördern, den Blutdruck regulieren, Keime töten, den Cholesterin- oder den Blutzuckerspiegel senken, das Immunsystem stärken oder freie Radikale hemmen. Aber auch die psychische Verfassung bessert sich oft merklich.

Die Top 10-Gesundmacher unter den Gewürzen.
Anis. Gewöhnlicher Anis und Sternanis enthalten ähnliche Inhaltstoffe, auch wenn sie nur entfernt miteinander verwandt sind. Denn Anis sind die reifen Früchte eines Doldenblütlers, Sternanis hingegen die eines Magnolienbaums. Die beiden Blüten fördern nicht nur die Verdauung, sondern erfrischen auch die Atemwege und sind deshalb oft ein Bestandteil von Hustentee. Anis macht schlappe Körper wieder munter, spendet neue Energie und lindert Stress. Wird Anis vor dem Schlafengehen mit heißer Milch und Honig vermischt getrunken, versüßt er die Nachtruhe.

Chili. Der Scharfmacher ist ein extremer Wärmespender. Chili lässt den Blutdruck steigen, wirkt entzündungshemmend, regt die Verdauung an, stärkt Kreislauf und Herz. Wichtig: Während der Schwangerschaft auf die rote Schote verzichten! Chili passt nicht nur zu leckeren Speisen, sondern verfeinert heiße Schokolade, Kaffee und Gewürztees.

Curry. Sowohl Blätter als auch Pulver sind zum Kochen geeignet. Beide wirken ähnlich, allerdings dürfen die Blätter nur frisch verwendet werden: Sie wärmen und fördern die Verdauung. Currymischungen lassen sich vor allem in der Küche einsetzen, denn nicht nur Reis und Bratwurst werden sehr geschmackvoll, sondern auch Gemüse wie etwa Karfiol.

Fenchel. Dass Fenchel Entzündungen hemmt, ist schon lange bekannt. Der Samen unterstützt aber auch Diäten, verleiht innere Stärke und verhindert unruhigen Schlaf. Mit ungesüßtem Fencheltee können entzündete Augen ausgewaschen werden. Dieser Tee hilft auch bei Husten, Erkältungen und lästigen Regelschmerzen.

Gewürznelke. Nelken sind Blütenknospen eines tropischen Baumes und wirken auf Magen, Darm und Psyche beruhigend. Nelkenöl lindert sowohl Akne als auch akute Zahnschmerzen, wenn man es auf die schmerzende Stelle pinselt. Eine Zitrone, gespickt mit Nelken, verhilft auf dem Nachtkästchen zu gesunden Schlaf.

Kardamom. Die in Lebkuchen, Gewürztees und Obstsalat gerne verwendete Samenkapsel stärkt das Herz und regt Kreislauf sowie Appetit an. Kardamom ist ein echter Geheimtipp gegen Kater nach einer durchzechten Nacht.

Koriander. Der Samen liefert noch mehr Vitamin B als das Kraut und hilft bei Migräne, Stress, Angst und Schlaflosigkeit. Starke Schmerzen werden durch Koriandertee gelindert. Dazu einen gehäuften Teelöffel Korinader mit heißem Wasser übergießen.

Muskatnuss. Diese „Nuss“ ist eigentlich ein Samen. Der für seine blutverdünnende Wirkung bekannte Muskat wird in der chinesischen Medizin zur Energiestärkung eingesetzt. Wirkt auch beruhigend!

Vanille. Ein echter Glücksbringer ist diese Schote eines Orchideengewächses. Warum? Sie hebt die Stimmung. Vanille hebt die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit. Also bei Seelentief Vanillemilch trinken. Der Duft baut Stress ab und tröstet.

Zimt. Die Rinde des in Sri Lanka wachsenden Zimtbaumes stärkt die Stimme bei Heiserkeit, wirkt Depressionen entgegen und wärmt von innen. In geräucherter Form lässt Zimt schlechte Stimmung verfliegen und löst Ängste. Bei Zimt ist die Bio-Qualität besonders wichtig: Erhöhte Cumarinwerte sind ungesund! Manche Fertigprodukte mit Zimt enthalten zu viel davon – also lieber selbst Kekse backen.
(Eva Jankl)


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