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Die Geschichte der Münze

Von der Antike ins 21. Jahrhundert

Die Geschichte der Münze

Anders als Naturalgeld können Münzen auf einfache Weise gezählt, transportiert und gelagert werden.

Aus diesem Grund hat es die Münze vom Persischen Reich, über die griechische Antike, das römische Imperium, das Mittelalter und die Gründerzeit ins 21. Jahrhundert geschafft.

Die ersten Münzen

Die ersten Münzen hatten mit den heutigen Münzen nicht viel gemeinsam. Sie waren weder rund noch waren sie mit einem Nominalwert versehen. Stattdessen waren es kleine Metallklumpen aus Elektron, das ein Gemisch aus Gold und Silber ist. Diese Metallklumpen waren im Perserreich weit verbreitet.

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Krösus Münzreform

Krösus war der König Lydiens, ein vergangenes Reich in Kleinasien. Krösus war unvorstellbar reich, weshalb der Ausdruck "Reich wie Krösus" entstanden ist. Im Jahre 560 v. Chr. hat der König eine Münzreform eingeführt, wodurch die Metallklumpen aus Elektron abgeschafft wurden. 

In Folge der Reform wurden Gold und Silber zu den standardisierten Münzmetallen, die sogar in ein festes Verhältnis zueinander gesetzt wurden: Ein 8 Gramm schwerer Goldstater (Name der Goldmünze) entsprach 10 Silberstateren (Name der Silbermünze). Das neue Handelsmedium verbreitete sich anschließend entlang der Mittelküste in ganz Griechenland.

Die Silbermünze Athens

Athen war in der Antike ein globales Handelszentrum. Nicht wirklich verwunderlich, dass aus dem antiken Athen die berühmteste Münze, die Drachme, dieser Zeit stammt.

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Die Drachme ist um 500 v. Chr. entstanden und galt in der damaligen Zeit als Vorbild für viele Nachahmer. Sie war so begehrt, dass sie in etwa 170 Jahre lang Bestand hatte. 

Die Weltwährung von Alexander dem Großen

Alexander der Große hatte aufgrund zahlreicher erfolgreicher Feldzüge eine große Menge an Silber erbeutet. Anstatt einen Palast aus Silber zu bauen, investierte der makedonische König die Beute in eine große Anzahl von Münzstätten in Europa und Asien, um sein Herr zu entlohnen. Infolgedessen entstand "die erste Weltwährung". Alexander der Große schaffte es, die Münzen möglichst einheitlich produzieren zu lassen, sodass sie selbst nach seinem Tod ein sehr beliebtes Münzmodell waren.

Der Denar der Römer

Auch die Römer mussten ihre Armeen entlohnen und führten ihre eigene Währung, den Denar, ein.

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Sie ist um 211 v. Chr. entstanden und war fast 500 Jahre lang im Einsatz. Damit war sie wesentlich erfolgreicher und weiter verbreitet als die griechische Währung. Sie gilt sogar als Vorläufer des Pfennigs, den die meisten noch von den vorhergehenden deutschen Währungen kennen.

Kopf oder Zahl

Gaius Iulius Caesar verlieh sich selbstständig den Titel "Alleinherrscher auf Lebenszeit". Damit das auch niemand vergisst, hat er den silbernen Denar mit seinem Porträt versehen. Dies galt im antiken Rom als absoluter Fauxpas, weshalb er einige Monate später vom Senat ermordet wurde.

Geburtsstunde des Solidus

Der Silberanteil des Denars nahm während der Herrschaftsperiode von Caesar fortlaufend ab. Nach einiger Zeit verkümmerte der Denar zur Kupfermünze. Daraufhin wollte Kaiser Konstantin eine neue und stabile Goldmünze prägen. Diese sollte den Aureus ablösen, der bis dahin als römische Goldmünze diente. Es war die Geburtsstunde des Solidus (lat. dauerhaft, unerschütterlich). Die Münze war fast 1.000 Jahre lang fester Bestandteil des Wirtschaftssystems und hatte den Namen damit wahrlich verdient.

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