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Tipps zum Goldkauf vom philoro CEO

Worauf ist beim Goldkauf zu achten?

Tipps zum Goldkauf vom philoro CEO

Worauf ist beim Goldkauf ganz besonders zu achten? Im Interview gibt Rudolf Brenner, Gründer und CEO von philoro EDELMETALLE, Auskunft.

Für einen Laien ist Gold immer Gold. Aber ist es wirklich so? Und für wen eignen sich Barren als Veranlagung besser als Münzen oder Schmuck? Der Gründer und Managing Director von
philoro Edelmetalle, Rudolf Brenner, gibt dazu Auskunft. Das Unternehmen zählt mit Filialen in Österreich, Deutschland, der Schweiz und Liechtenstein zu den in Europa führenden Händlern für Barren und Münzen aus Gold, Silber und Platin.
 

Ist Gold einfach nur Gold? Was sind die Unterschiede?

BRENNER: Als Rohstoff ist Gold grundsätzlich tatsächlich Gold. Aber bei den Produkten gibt es signifikante Unterschiede, auf die man beim Erwerb achten sollte. Für jemanden, der die größtmögliche Einheit zum geringsten Preis sucht, ist der Barren die beste Wahl. Münzen haben einen geringfügig höheren Prägeaufschlag. Sie sind aber wie Goldbarren von der Mehrwertsteuer befreit, wenn es sich um Münzen handelt, die aktuell oder in der Vergangenheit offizielle Zahlungsmittel waren. Das gilt für unseren Topseller, den Wiener Philharmoniker, genauso wie für Dukaten.
 

Habe ich beim Goldbarren das beste Preis-Leistungs-Verhältnis?

BRENNER: Es gilt die Regel: je größer die Einheit, desto geringer der Prägeaufschlag. Bei einem Kilogramm Gold ist der Aufschlag am geringsten, bei einem Gramm in der Relation entsprechend mehr. Bei Münzen ist der Prägeaufschlag noch größer, gleicht sich aber teilweise durch den etwas höheren Verkaufswert auch wieder aus.
 

Worauf sollte man beim Goldkauf besonders achten?

BRENNER: Da es eine Reihe von Herstellern und eine Vielzahl an Produkten gibt, ist es wichtig, dass das Gold zertifiziert ist. In den letzten Jahrzehnten hat sich mit der LBMA Zertifizierung ein Standard etabliert, der den höchstmöglichen Maßstab an Qualität und Herkunft definiert. Der London Bullion Market ist der wichtigste Handelsplatz für Gold und hat über die LBMA (London Bullion Market Association) gewisse Regeln. 
 

Worauf ist beim Goldkauf ganz besonders zu achten?

Rudolf Brenner, Gründer und CEO von philoro EDELMETALLE, meint, Goldkäufer sollten darauf achten,dass das Edelmetall zertifiziert ist – zum Beispiel nach dem LBMA Standard. 
Philoro verkauft nur LBMA-zertifiziertes Gold, das sichert anstandslose Akzeptanz der gekauften Produkte.
 

Woran erkennt man LBMA-zertifiziertes Gold?

BRENNER: Am Barren erkennt man den Standard anhand des Schmelzerzeichens, also an dem Stempel des zertifizierten Herstellers, der auf dem Barren eingeprägt ist. Außerdem sollte jeder Barren eine Seriennummer und idealerweise ein schriftliches Zertifikat besitzen. Das ist ein ganz wesentlicher Faktor, der jedem Kunden eine anstandslose Akzeptanz beim An- und Verkauf gewährleistet.
 

Ist LBMA-zertifiziertes Gold teurer als nicht zertifiziertes?

BRENNER: Im Gegenteil. Der LBMA-Standard setzt eine industrielle Fertigung voraus. Das heißt, LBMA-zertifizierte Hersteller produzieren in so hohen Stückzahlen, dass sie durch die Skaleneffekte auch günstiger produzieren können. Der LBMA-Standard ist daher immer auch ein Indikator, dass ich preiswertes Gold kaufe.
 

Welche Stückelung empfehlen Sie Gold-Einsteigern?

BRENNER: Wir empfehlen unseren Kunden, ein gemischtes Portfolio zu kaufen. Das heißt, die größtmögliche Einheit mit kleineren Einheiten zu mischen. Wenn ich etwas liquidieren möchte, hat das den Vorteil, dass ich nicht eine große Einheit verkaufen und diese in Teilen zurückkaufen muss. Von der Stückelung her gibt es die kleinste Einheit mit einem Gramm um aktuell rund
 

Wie sieht es mit Goldschmuck und Uhren aus? Eignen sich diese als Veranlagung?

BRENNER: Das ist kulturell unterschiedlich. Es gibt Märkte, wo Gold als Schmuck auch den Charakter der Veranlagung hat. Ganz besonders ist das in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in Indien der Fall, wo bei Hochzeiten traditionell Gold geschenkt wird. Dieses hat aber eine höhere Feinheit als das Gold, das bei uns für Schmuck verwendet wird. Außerdem zahlen Sie in Europa mehr für die Arbeitszeit und auch für die Marke. Als Veranlagung würde ich daher Feingold und standardisierte Produkte empfehlen. Dafür gibt es einen liquiden Markt. Gold ist wie Geld, es ist ein monetäres Edelmetall, das ich immer und überall handeln kann.
 

Gibt es Unterschiede in der Wertentwicklung von Barren, Münzen und Schmuck?

BRENNER: Wichtig ist es, die grundlegenden Charaktereigenschaften von Gold zu definieren. Gold ist kein Versprechen, Gold ist Besitz. Im Gegensatz zu Papiergeld, zu Anleihen und anderen Veranlagungsformen ist Gold der ultimative Besitz. Gold ist zudem auch eine Versicherung. In einem ausgewogenen Portfolio bestehend aus Anleihen, Aktien, Immobilien und Liquidität sorgt die Beimischung von Gold dafür, dass die Volatilität deutlich sinkt. Gold ist außerdem ein guter Inflationsschutz. In den letzten zehn Jahren, in denen die Geldmenge dramatisch ausgeweitet wurde, ist der Goldpreis analog dazu gestiegen. Und, wie vorhin gesagt: Gold ist eine der liquidesten und vor allem günstigsten Anlageformen, die es gibt. Gold kann ich 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr und rund um den Globus handeln.
 

Aktuell ist der Goldpreis sehr hoch. Bin ich da nicht zu spät dran, um in Gold zu gehen?

BRENNER: Wenn jemand kein Gold im Portfolio hat, macht eine Beimischung, wie erwähnt, stets Sinn. Denn, sollte alles den Bach runtergehen, habe ich immer noch das Gold. Für den Anteil gibt es eine Bauernregel: So hoch wie ich für mich persönlich die Wahrscheinlichkeit einer wirtschaftlichen Krise sehe, so hoch sollte mein Goldanteil sein. Wenn ich bereits in Gold veranlagt bin, hängt es davon ab, was ich sonst an Sachwerten habe, die mich vor einer Inflation schützen. Aber mit zehn bis 20 Prozent Gold ist man sicherlich gut beraten.
 

Wie sieht es mit anderen Metallen wie Silber oder Platin aus?

BRENNER: Palladium hat durch die industrielle Nachfrage in den letzten Jahrzehnten eine fulminante Entwicklung vollzogen. Spekulativ sind daher Palladium und Platin durchaus gefragt, und wir bieten diese Metalle auch an. Der Nachteil bei beiden ist jedoch, dass auf diese Mehrwertsteuer zu zahlen ist. Die monetären Edelmetalle sind Gold und Silber, das hat sich über Jahrhunderte so entwickelt.
 

Wie sieht Ihre Veranlagung aus?

BRENNER: Ich bin vielleicht ein Ausreißer zu dem, was ich vorhin empfohlen habe. Mein Goldanteil ist sehr hoch. Außerdem habe ich natürlich eine Unternehmensbeteiligung an philoro, und ich habe Immobilienvermögen. Ich bin davon überzeugt, dass auch Immobilien in Zukunft nicht wesentlich an Wert verlieren werden, sondern dass diese von der Geldausweitung, die wir sehen, massiv partizipieren werden. Was ich meide, sind Anleihen. Die Märkte, in die man gehen müsste, sind mir zu spekulativ, und für eine deutsche oder österreichische Bundesanleihe Negativzinsen zu bezahlen . . . Auf diese Art und Weise möchte ich mich nicht betrügen lassen. Der Aktienmarkt ist mir zu viel Aufwand. Bei meiner Unternehmensbeteiligung weiß ich, was die Sachlage ist. Das will ich immer wissen, wenn ich in etwas investiere.

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