Schwazer Altstadt

Die Silberregion Karwendel

Geschichten und Gerichte aus Tirol

Historische Bauwerke, geschichtsträchtige Plätze und einen wahren Schatz an kulinarischen Rezepten finden Sie in der Silberregion Karwendel!

Die Silberregion Karwendel war einst die größte Bergbaumetropole Europas. Viele Spuren hat diese Zeit hinterlassen: historische Bauwerke, geschichtsträchtige Plätze und einen wahren Schatz an kulinarischen Rezepten!

Die reichen Silber- und Kupfervorkommen machten Schwaz im 15. Jahrhundert zur größten Bergbaumetropole Europas – und zur zweitgrößte Stadt im Habsburgerreich. Das Schwazer Silber wurde im Münzturm in Hall zu Talern geprägt. Gleichzeitig wurde Schwaz zu einem der bedeutendsten Standorte der mächtigen Kaufmannsfamilie Fugger. Das heutige Rathaus mit seiner prächtigen Fassadenmalerei war das erste Haus, in dem die Fugger in Schwaz tätig waren. Das Kreuzwegerhaus neben dem Franziskanerkloster ließ das Kaufmannsgeschlecht selbst erbauen. Nur ein paar Schritte weiter, im Orglerhaus, lebte der Arzt, Alchemist und Astrologe Paracelsus für einige Zeit.

© Angelica Morales
Schwazer Altstadt
× Schwazer Altstadt

Eine Reise ins späte Mittelalter

Inmitten der steinernen Zeitzeugen aus dem späten Mittelalter in der Altstadt von Schwaz taucht man in die längst vergangene Blütezeit des Silberbergbaus ein. Die kostenlose Stadtführung führt ausgehend vom Stadtplatz auch in die versteckten Gassen und Winkel, die man alleine wohl kaum entdecken würde – und sogar unter den Dachstuhl der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. Neben den Fuggerhäusern zählen auch der Neue Glockenturm und das Franziskanerkloster zu den Stationen: Im Kreuzgang sind der Fugger und die Schatztruhe zu sehen, die das Habsburgerreich rettete. Weitere Kultur-Highlights, die sich in der Silberregion auf eigene Faust erkunden lassen, sind das Rablhaus in Weerberg sowie Schloss Tratzberg und das Museum Jenbach. Mit der Silbercard, die es schon ab einer Übernachtung gibt, können über 30 Attraktionen kostenlos oder günstiger besucht werden. Ermäßigungen gibt es auch bei der Kellerjochbahn, bei vielen Bade- und Wellnesseinrichtungen und beim E-Bike Verleih. Unterstützt durch E-Power lassen sich die Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele der Region mühelos entdecken, oder sogar die anspruchvollsten Mountainbikestrecken in Angriff nehmen.

© Angelica Morales
Museum Rablhaus
× Museum Rablhaus

Schätze aus der Tiroler Küche

Jeden Montag ist Blattltag im Schwazer Traditionsgasthof Einhorn Schaller: Dann stehen „Silberblattlkrapfen“ auf der Karte, ein uraltes Tiroler Bauerngericht aus den Zutaten, die schon immer verfügbar waren: Speck, Kartoffeln, Mehl und Sauerkraut. Mit dem heutigen Trend zur Regionalität erfahren sie ein Revival. Dafür wird die Spezialität aus Kartoffelteig mit Graukäse vom Lieb am Weerberg gefüllt, in Fett goldgelb gebacken und mit Sauerkraut serviert.

© Angelica Morales
Kulinarische Hochgenüsse am Hecherhaus
× Kulinarische Hochgenüsse am Hecherhaus

Am Loassattel hoch über Pillberg breitet sich nicht nur das Karwendelgebirge in voller Pracht aus. Dort liegt auch der Alpengasthof Loas, der für sein Loas-Schnitzel bekannt ist. Hüttenwirt und Küchenchef Werner Wimpissinger ist in der Loas aufgewachsen. Er bereitet das „Wiener“ so wie bereits sein Vater: vom Schwein, weil das macht den Unterschied aus. Bei Toni Kirchner im GasthausHotel Rieder in Jenbach steht die traditionelle Ofenleber auf der Karte. Für sie werden Schweinsleber, Herz und Lunge faschiert, mit Kartoffeln, Eiern, Zwiebeln, Semmeln, Knoblauch, Mehl und ein paar Gewürzen gemischt, im Schweinsnetz zu einem Braten geformt und in den heißen Ofen geschoben. Das ist herzhafte Tiroler Hausmannskost, die es schon immer gab. Dazu passt ein regionaler Apfelsaft, am besten vom Obst- und Gartenbauverein Schwaz. „Der Saft aus den eigenen Früchten wird wieder mehr geschätzt“ weiß Obmann Walter Kreidl. Aber auch ein Bier passt perfekt zur Tiroler Küche. Im Gasthof Marschall in Stans gibt es 30 verschiedene Sorten – auch das hauseigene Marschall-Bier, das von der Zillertaler Brauerei gebraut wird und der bayerische Restaurantleiter Sebastian Gollner als optimalen Begleiter zu Wild oder Rind empfiehlt.

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