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Kühe auf Weide entlang der Nockalmstraße

Erlebnisstraßen Kärnten

Panoramen, sanfte Natur und feine Almkulinarik

Die Nockalmstraße und die Villacher Panoramastraße in Kärnten garantieren unverwechselbare Erlebnisfahrten durch einzigartige Landschaften.

Einladend, gemächlich und berauschend schön: Die 34 Kilometer lange Nockalmstraße unterscheidet sich ganz wesentlich von vielen anderen Panoramastraßen. Statt mit schroffen Felsen bezaubert sie mit sanft-grünen Almweiden, rosa blühendem Almrausch und lichten Lärchenwäldern, mit urigen Almhütten und leichten Wanderungen. Ständige Wegbegleiter sind die Kärntner Nockberge des gleichnamigen Biosphärenparks, die eine einzigartige erdgeschichtliche Rarität darstellen.

© Andreas Kolarik/Repolusk
Nockalm-Panorama mit Kehre der Nockalmstraße
× Nockalm-Panorama mit Kehre der Nockalmstraße

Die Villacher Alpenstraße führt Besucherinnen und Besucher tief hinein in Kärntens ältestes Naturschutzgebiet. Auf der 16,5 Kilometer langen Ausflugsstraße werden die artenreiche Fauna und Flora des Naturpark Dobratsch hautnah erlebbar: Bei Wanderungen auf den 2.167 Meter hohen Gipfel, in der Ausstellung zur heimischen Vogelwelt, auf dem Geologielehrweg oder im Alpengarten. Die Aussichtspunkte gewähren einen grandiosen Rundum-Blick auf das faszinierende Karstgebirge sowie in Österreichs Nachbarländer Slowenien und Italien.

© Albin Niederstrasser
Villacher Alpenstraße Kehre mit Auto und Motorrädern
× Villacher Alpenstraße Kehre mit Auto und Motorrädern

16,5 Kilometer sind es von Villach-Möltschach bis zum höchsten Punkt der Villacher Alpenstraße, der Rosstratte auf 1.732 Metern Seehöhe. Mehr als 1.200 Höhenmeter werden auf der Strecke durch das faszinierende Karstgebirge überwunden: Die ständigen Begleiter dabei sind grandiose Bergketten wie die Karawanken und die Julischen Alpen sowie das größte Bergsturzgebiet der Ostalpen an der Südflanke des Dobratsch, das durch zwei gigantische Erdbeben entstand. Entlang der Straße ermöglicht ein vielfältiges Besucherangebot für die ganze Familie spannende Einblicke in die Fauna und Flora des Dobratsch, der bereits 1942 zum Naturschutzgebiet erklärt wurde. Die Alpenstraße ist beliebtes Ausflugsziel für Wanderer, Radfahrer und Motorradfahrer.

Die Energie der Natur spüren

In der Heimat der „Echten Speik-Pflanze“ erwarten Besucher entlang der Nockalmstraße wunderschöne Themenlehrwege und Rundwanderwege, die zum Ankommen und Innehalten einladen. So etwa der 1,5 Kilometer lange „Weg der Elemente“ mit Steinkreisen und Anleitungen für Energieübungen oder der Naturbegegnungspark „Silva Magica“, die zu Begegnungen mit Naturwesen anregt. Das Biosphärenparkzentrum Nockalmhof und die Multivisionsschau „Inseln im Strom der Zeit“ laden zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Natur ein.

© Andreas Kolarik/Repolusk
Naturlandschaft entlang der Nockalmstraße in Kärnten
× Naturlandschaft entlang der Nockalmstraße in Kärnten

Feine Speisen für eine gute Erdung

Zwischenstopps sollten auf der Nockalmstraße genügend eingelegt werden: Denn hier wird geschlemmt nach allen Regeln der Kärntner Kochkunst. Fisch- und Wildgerichte, selbstgemachter Käse, Liköre und Schnäpse und natürlich der Kärntner Reindling stehen auf den Speisekarten der unzähligen Almen und Gasthöfe.

© Großglockner Hochalpenstraßen AG
Nockalmstraßen Rast in Kärnten
× Nockalmstraßen Rast in Kärnten

Vielfältiges Besucherangebot entlang der Villacher Alpenstraße

Rastplätze, thematische Kinderspiel- und -erlebnisplätze, Hütten, Berggasthöfe und Aussichtsplattformen säumen die Ausflugsstraße: Zu den imposantesten zählen der Dreiländerblick auf 1.307 Meter Seehöhe und die Aussichtsplattform „Rote Wand“ mit großartigem Tiefblick und Fernsicht auf Karawanken und Julische Alpen. Ein absolutes Muss für Blumenfreunde ist der Alpengarten „Villacher Alpe“ (1.483 m): Hier gedeihen auf einem Areal von 10.000 Quadratmetern rund 800 alpine Pflanzen aus drei Klimazonen. Der Alpengarten wurde 1973 eröffnet und kann von Anfang Juni bis Ende August besichtigt werden. Eine Besonderheit des Gartens ist, dass fast die Hälfte aller Pflanzen an ihrem ursprünglichen Wuchsort vorhanden war. Somit handelt es sich um einen echten Naturgarten.

© Andreas Kolarik
Von der Villacher Alpenstraße auf die Stadt Villach hinunter schauen
× Von der Villacher Alpenstraße auf die Stadt Villach hinunter schauen

Großartiges Ausflugsziel für Familien, Wanderer und Motorradfahrer

Der großartige Aussichtsgipfel des Dobratsch regte bereits 1896 zur touristischen Erschließung an. Bis weit in die 1930er Jahre gab es immer wieder Bestrebungen, die Region mithilfe einer Zahnradbahn, einer Seilschwebebahn oder durch Straßen zu erschließen und zugänglich zu machen, doch erst 1961 begann man mit der Realisierung des Vorhabens. Zwei Weltkriege, Wirtschaftskrisen und der Mangel an finanziellen Mitteln waren die Gründe für die lange Verzögerung. 1965 war das Werk geglückt – 69 Jahre nach dem ersten Anlauf. Die 16,5 Kilometer lange Alpenstraße kostete 23 Millionen Euro (Geldwert 2008), überwindet 1.202 Höhenmeter und bereichert Kärnten um eine erstrangige touristische Attraktion für Familien, Motorradfahrer, Wanderer und Radfahrer.

© Albin Niederstrasser
Villacher Alpenstraße Aussicht und Panorama
× Villacher Alpenstraße Aussicht und Panorama

Wandern auf dem Geologielehrweg oder in Richtung Gipfel

Auf der Rosstratte – dem Endpunkt der Straße für Autos und Motorräder – lädt der Geologielehrweg „Vom Meer zum Berg“ zu einer Zeitreise ein. Fossilien, Vulkan- und Karstgesteine sowie Gailtalkristallin und alpiner Muschelkalk bezeugen die Entstehungsgeschichte der Region über Jahrmillionen. Sogar Teile eines ehemaligen Riffes und einer Lagune mit versteinerten Korallen, Muscheln und Meeresschnecken können entlang des Weges bestaunt werden. Nach 15 Minuten Gehzeit hat man hier zumeist am Vormittag die Möglichkeit bei der „Brunnleit’n“ Gämsen in freier Natur zu beobachten. Wanderer erwarten zahlreiche bestens markierte Wege wie etwa auf den Dobratsch-Gipfel und zu den zwei höchst gelegenen Kirchen Europas, der 1682 errichteten „Deutschen Kirche“ und der 1690 erbauten „Windischen Kirche“.

© Eduardo Gellner
Wandern entlang der Villacher Alpenstraße mit Blick auf die Julischen Alpen
× Wandern entlang der Villacher Alpenstraße mit Blick auf die Julischen Alpen

Der Dobratsch ist eine erdgeschichtliche Rarität

Der Dobratsch ist ein faszinierendes Karstgebiet mit einem großflächigem Höhlensystem sowie einer artenreichen und seltenen Fauna und Flora. Eingebettet in das herrliche Seenland Kärntens ist der Dobratsch die östlichste Erhebung der Gailtaler Alpen. Die Schütt am Südhang des Berges ist das größte Bergsturzgebiet der Ostalpen und wird als Schmelztiegel der Natur bezeichnet. Fauna und Flora werden durch das trockenwarme Klima und die weitgehende Unberührtheit begünstigt: Rund 900 Schmetterlingsarten sowie besondere Fledermausarten leben rund um dem Dobratsch. Es gibt ein großes Vorkommen an Tieren und Pflanzen, die man sonst nur im Mittelmeergebiet vorfindet.

Mehr Infos zu den beiden Erlebnisstraßen: