Robert Ibertsberger wird neuer Ried-Trainer

Ab Jänner 2022

Robert Ibertsberger wird neuer Ried-Trainer

Für den 44-jährigen Ex-St. Pölten-Trainer ist es eine Rückkehr ins Innviertel.

Robert Ibertsberger kehrt als Cheftrainer in die österreichische Fußball-Bundesliga zurück. Der 44-jährige Salzburger übernimmt ab 1. Jänner die SV Ried. Das gaben die Innviertler am Montag bekannt. Ibertsberger war schon von 2010 bis 2017 in verschiedenen Funktionen für die Rieder tätig. In der Bundesliga betreute der Ex-Internationale danach den WAC und die Wiener Austria (jeweils interimsmäßig) sowie zuletzt als Cheftrainer bis April 2021 den späteren Absteiger St. Pölten.

 

 

In Ried tritt Ibertsberger die Nachfolge von Andreas Heraf an, von dem sich die Spielvereinigung vor vier Wochen getrennt hat. Schon zuvor, als Heraf wegen gesundheitlicher Probleme eine Auszeit genommen hatte, hatte Co-Trainer Christian Heinle die Mannschaft interimistisch geführt. Er wird laut Clubangaben wie das gesamte aktuelle Trainerteam unter Ibertsberger weiterarbeiten.

Trainer-Präsentation am Dienstag

Auch im abschließendes Ligaspiel vor der Winterpause am Samstag zu Hause gegen Altach wird Heinle noch als Hauptverantwortlicher an der Seitenlinie stehen. Die "Wikinger" liegen in der Bundesliga derzeit auf Rang sieben, am Sonntag gab es ein 0:1 im OÖ-Derby gegen den LASK. Ibertsberger wird am Dienstag (10.00 Uhr) im Rahmen eines Pressegesprächs in der josko Arena offiziell vorgestellt. Sein Vertrag läuft vorerst für eineinhalb Jahre bis Sommer 2023, bestätigte ein Clubsprecher der APA. Dazu bestehe die vereinsseitige Option auf eine weitere Saison.

Für Ibertsberger, der seine aktive Karriere wegen eines Knorpelschadens im Knie bereits mit 27 Jahren beenden musste, ist es eine Rückkehr an eine frühere Wirkungsstätte. Der Ex-Verteidiger war relativ am Anfang seiner Trainerkarriere als Nachwuchstrainer in Ried aktiv. Nach einem Jahr als U18-Coach übernahm er 2011 die Leitung der Akademie. Im Frühjahr 2013 war er auch als Co-Trainer der Kampfmannschaft tätig.

Die Rückkehr nach Ried bedeute ihm sehr viel, sagte Ibertsberger in einer Club-Aussendung. "Ich war fast sieben Jahre beim Verein. Umso mehr freut es mich, dass ich jetzt die Chance bekomme, bei der Profi-Mannschaft der SV Ried in vorderster Reihe mitarbeiten zu können." Das Trainerteam hätte bisher richtig gute Arbeit geleistet. "Ich werde alles geben, damit wir ab dem Trainingsstart im Jänner diese erfolgreiche Arbeit weiterführen können."

Heinle ohne UEFA-Pro-Lizenz

Heinle durfte aufgrund einer fehlenden UEFA-Pro-Lizenz höchstens bis zur Winterpause als Chefcoach tätig sein. Unter Führung des 36-Jährigen gab es für die Rieder in acht Ligaspielen neun Punkte. Dazu gelang Ende Oktober im ÖFB-Cup mit einem 2:1 bei Sturm Graz der Viertelfinal-Einzug. Die Trennung von Heraf, der zuvor bereits über einen Monat wegen strikten Sprechverbotes gefehlt hatte, hatte Anfang November dennoch einigen Staub aufgewirbelt.

Die Zeichen auf eine Ibertsberger-Verpflichtung hatten sich im Innviertel zuletzt verdichtet. Club-Präsident Roland Daxl bezeichnete den Rückkehrer als "die von uns präferierte regionale österreichische Lösung". Der Neo-Trainer kenne "den Rieder Geist" und sei "in der jetzigen Zeit in dieser verantwortungsvollen Aufgabe der richtige Moderator", meinte Daxl.

Ähnlich sah das der sportliche Leiter Thomas Reifeltshammer. "Die Art und Weise, wie Robert Ibertsberger eine Mannschaft führt, entspricht genau unseren Vorstellungen. Er kommuniziert offen und bringt den Spielern eine hohe Wertschätzung entgegen", erklärte der Ex-Kapitän der "Wikinger". Zudem würde Ibertsberger als früherer Akademieleiter viele junge Spieler, auf die man in Ried künftig noch stärker setzen wolle, gut kennen, ergänzte Sport-Vorstand Wolfgang Fiala. "Die richtige Balance im Kader zu haben, ist für uns sehr wichtig."