Caps feiern ersten 1. Auswärtssieg 2011

EBEL 40. Runde

Caps feiern ersten 1. Auswärtssieg 2011

Erster Sieg für die Caps nach drei Niederlagen auf fremdem Eis in Folge.

Im dritten Anlauf haben die Vienna Capitals ihr erstes Auswärtsmatch in diesem Jahr in der Erste Bank Eishockey Liga gewonnen. Die Wiener, die zuletzt drei Mal in Serie auf fremdem Eis verloren hatten (zweimal heuer, davor am 30.12.), setzten sich am Freitagabend in der 40. Runde bei Olimpija Ljubljana mit 4:0 (1:0,1:0,2:0) durch. Die Slowenen, die in dieser Saison zuvor beide Heimspiele gegen die Capitals siegreich gestaltet hatten, gingen hingegen nach sieben Heimspielen erstmals leer aus.

Obwohl in der Offensive ersatzgeschwächt, beendeten die Wiener ihre Auswärts-Negativserie und erzielten dabei so viele Treffer wie insgesamt in den drei Spielen zuvor. David Rodman brachte die Gäste im Powerplay früh in Führung (7.), Daniel Nageler (32.) sorgte für das 2:0 und dieser Vorsprung hielt gegen die kämpferisch starken Slowenen.

Im Finish schwächten sich die Gastgeber durch Undiszipliniertheiten, das nützten EBEL-Topscorer Francois Fortier (57.) bei seinem Comeback und Peter Casparsson (58.) zu Treffern innerhalb von 46 Sekunden jeweils bei 5:3-Überlegenheit. Der 31-jährige Kanadier Fortier hält nun bei 39 Toren in 38 Matches.

Olimpija Ljubljana - Vienna Capitals 0:4 (0:1,0:1,0:2).
Ljubljana, 2.200, Tschebull.
Tore: D. Rodman (7./PP), Nageler (32.), Fortier (57./PP2), Casparsson (58./PP2). Strafminuten 14 plus 10 Disziplinar Sachl bzw. 14

Seite 2: Rekord-Fenster VSV - Red Bull Salzburg

Rekord-Fenster VSV - Red Bull Salzburg 4:5 (1:0,1:3,2:2).

Titelverteidiger Salzburg hat am Freitag in der Erste Bank Eishockey Liga das emotionsgeladene Duell um Tabellenplatz zwei mit dem VSV knapp für sich entschieden. Die Mozartstädter setzten sich auswärts vor 4.000 Zuschauern, von denen einige im Schlussdrittel mit dem Werfen von Gegenständen auf die Eisfläche eine rund 15-minütige Unterbrechung erzwangen, 5:4 (0:1,3:1,2:2) durch.

Der VSV war in der von vielen Strafen geprägten Partie im ersten Drittel tonangebend und ging durch Michael Raffl (7.) im ersten Überzahlspiel auch verdient in Führung. Die Villacher verabsäumten es dann aber, diese auszubauen. Im Mittelabschnitt nutzten die Salzburger ihre vierte Powerplay-Möglichkeit zum Ausgleich, Aubin traf per Schlagschuss (34.). In der turbulenten Drittel-Schlussphase brachte Latusa den Meister erstmals in Führung, ehe mit dem 2:2 von Damon (39./PP) und dem dritten Salzburg-Treffer durch Abid (40.) noch zwei weitere Tore fielen.

Mit dem insgesamt fünften Powerplaytor sorgte Aubin (47.) im Schlussdrittel dann für die vermeintliche Vorentscheidung. In der 48. Minute entzündete sich der Zorn der auch bereits zuvor mit den Unparteiischen unzufriedenen Villacher Fans am Ausschluss von Kevin Mitchell. Im Zuge der von Würfen mit diversen Gegenständen wie Getränkebechern begleiteten Schmähungen der VSV-Fans wurde sogar ein Schiedsrichter von einem ebensolchen getroffen. VSV-Manager Giuseppe Mion sorgte mit Unmutsäußerungen Richtung Schiedsrichtergespann noch für zusätzliche Unruhe.

Aufgrund der starken Verschmutzung der Eisfläche musste das Match in der 49. Minute dann zur Eisreinigung unterbrochen werden. Nach Wiederbeginn sorgte Gerhard Unterluggauer in seinem 600. Ligaspiel mit einem Unterzahltor wieder für Spannung. Nach dem 5:3 von Thomas Koch (53.) gelang den Villachern durch Greg Kuznik (55.) in der zehn Minuten andauernden Unterzahl wieder der Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es für die Kärntner aber nicht mehr.

Rekord-Fenster VSV - Red Bull Salzburg 4:5 (1:0,1:3,2:2).
Stadthalle Villach, 4.000, SR Falkner/Smetana.
Tore: M. Raffl (7./PP), Damon (39./PP), Unterluggauer (50./SH), Kuznik (55./SH) bzw. Aubin (34./PP, 47./PP), Latusa (38./PP), Abid (40.), Koch (53./PP). Strafminuten: 30 plus Mitchell (Spieldauer- und Matchstrafe) bzw. 15 plus 10 Divis, 10 Th. Raffl, Mühlstein (Spieldauerstrafe)

Seite 3: Medvescak Zagreb - KAC

Medvescak Zagreb - KAC 3:4 n.P. (0:2,2:0,1:1 - 0:0,0:1)

Tabellenführer KAC hat sich am Freitag auswärts gegen Zagreb vor 15.000 Zuschauern 4:3 (2:0,0:2,1:1 - 0:0;1:0) nach Penaltyschießen durchgesetzt und damit den vierten Sieg infolge gefeiert. Der Eishockey-Rekordmeister liegt in der Tabelle nach dem Erfolg in der Arena Zagreb, in welcher die ansonsten im halb so großen Dom Sportova spielenden Kroaten bis 28. Jänner vier Heimspiele in der Erste Bank Liga austragen, weiter sechs Punkte voran.

Die Klagenfurter, die ohne die erkrankten Schlüsselspieler Christoph Brandner und Mike Craig antreten mussten, gingen gegen den Tabellenachten dank Toren von Manuel Geier (6.) und Tyler Scofield (10./PP) mit 2:0 in die erste Pause. Im Mitteldrittel glichen die Gastgeber dann allerdings aus.

Mit seinem zweiten Treffer brachte Scofield (44.) die "Rotjacken" im Schlussabschnitt zwar neuerlich in Führung, Banham stellte aber bereits 26 Sekunden später neuerlich den Gleichstand her. Nachdem die restliche reguläre Spielzeit und auch die Verlängerung keinen weiteren Treffer gebracht hatte, verwertete schließlich Routinier Dieter Kalt im Penaltyschießen den entscheidenden Versuch.

Medvescak Zagreb - KAC 3:4 n.P. (0:2,2:0,1:1 - 0:0,0:1)
Arena Zagreb, 15.200 (ausverkauft), SR Berneker/Dremel.
Tore: Kanaet (22.), Rabbit (31.), Banham (44.) bzw. M. Geier (6.), Scofield
(10./PP, 44.), Kalt (entscheidender Penalty). Strafminuten: 10 bzw. 8

Seite 4: Moser Medical Graz 99ers - HK Acroni Jesenice

Moser Medical Graz 99ers - HK Acroni Jesenice 2:0 (0:0,1:0,1:0)

Die Graz 99ers haben den HK Jesenice in der 40. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) in der Eishalle Liebenau vor 1.350 Zuschauern glücklich mit 2:0 (0:0,1:0,1:0) besiegt. Die Grazer feierten den ersten vollen Erfolg nach drei sieglosen Partien, sicherten damit Rang fünf in der Tabelle ab. Dem Neunten Jesenice, seit fünf Partien ohne Erfolgserlebnis, fehlen dagegen bereits sechs Zähler auf einen Play-off-Platz.

Dabei fanden die Gäste zahlreiche Chancen vor, scheiterten aber stets an 99ers-Keeper Weinhandl, der auch zum Spieler des Abends gewählt wurde. Nach einem glanz- und torlosen Startdrittel stellte Woger in der 27. Minute des Mitteldrittels auf 1:0 für die Gasgeber. Matthias Iberer sorgte in dem auf mäßigen Niveau geführten Spiel in der 45. Minute für den 2:0-Endstand.

Moser Medical Graz 99ers - HK Acroni Jesenice 2:0 (0:0,1:0,1:0).
Eishalle Liebenau, 1.350, SR Cervenak.
Tore: Woger (27.), M. Iberer (45.). Strafminuten: 12 bzw. 10.

Seite 5: Black Wings Linz - Szekesfehervar

Black Wings Linz - Szekesfehervar 2:1 n.P. (1:1,0:0,0:0/0:0-1:0)

Die Linzer Black Wings dürfen sich seit Freitag als echte Penalty-Spezialisten bezeichnen. Gegen Szekesfehervar feierten die Oberösterreicher in der 40. Runde der Erste Bank Eishockey Liga im Shootout mit 2:1 (1:1,0:0,0:0/0:0-1:0) und behielten damit zum dritten Mal in den jüngsten fünf Runden im Penaltyschießen die Oberhand. Linz, das sich über weite Strecken gegen die unterlegenen Ungarn schwer tat, ist damit Sechster.

In der Linzer Eishalle wurde den 2.900 Zuschauern nur zu Beginn Spektakuläres geboten: Palkovics brachte erst zwei schöne Körpertäuschungen an und stellte mit einem Schuss aus dem Handgelenk in der dritten Minute auf 1:0 für die Gäste. Weniger sehenswert war dann der Ausgleich in der zehnten Minute, als sich Baumgartners Schläger aus einer Menschentraube vor dem Tor der Ungarn löste und den Puck ins Netz beförderte.

Die folgenden 50 Minuten ließen dann aber spannungsmäßig zu wünschen übrig. Linz, das auf Shearer (Adduktorenprobleme) verzichten musste, präsentierte sich mit spielerischem Übergewicht, tauchte auch öfter vor dem gegnerischen Kasten auf, zwingende Chancen waren aber rar gesät. Das Torschussverhältnis von 47:25 für die Black Wings spricht Bände. Die Entscheidung musste nach einer torlosen Verlängerung schließlich im Penaltyschießen fallen, wo Oberkofler als zehnter Schütze den entscheidenden Versuch versenkte.

Black Wings Linz - Szekesfehervar 2:1 n.P. (1:1,0:0,0:0/0:0-1:0).
Linzer Eishalle, 2.900, SR Trilar.
Tore: Baumgartner (10.), Oberkofler (entscheidender Penalty) bzw. Palkovics (3.). Strafminuten: 4 bzw. 6