Bullen-Tormaschine weiter voll in Fahrt

EBEL

Bullen-Tormaschine weiter voll in Fahrt

Die Capitals entschieden das Duell um Platz 3 gegen Linz für sich.

Red Bull Salzburg hat sich durch die Länderspielpause nicht aus dem Rhythmus bringen lassen. Die Salzburger deklassierten am Mittwoch in der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) Schlusslicht Olimpija Ljubljana mit 7:1 und holten sich die Tabellenspitze vom spielfreien HCB Südtirol zurück.

Die Vienna Capitals entschieden das Duell um Rang drei gegen die Black Wings Linz mit 5:2 für sich. Heimsiege feierten die beiden Kärntner Vereine KAC (4:3 nach Verlängerung gegen Znojmo) und VSV (7:1 gegen Dornbirn) sowie die Graz 99ers (6:1 gegen Fehervar).

Salzburg spielte noch ohne Neuzugang Andreas Nödl, setzte aber auch ohne den ehemaligen NHL-Stürmer seine Erfolgsserie fort. Die Roten Bullen haben seit Anfang Oktober in jeder Partie gepunktet und aus den jüngsten 14 Matches 27 von 28 möglichen Punkten geholt. Milam (5.), Motzko (24., 40./PP), Brophey (34.), Heinrich (38., 51.) und Welser (56./SH) sorgten für das Schützenfest. Die Slowenen kassierten damit zum 17. Mal in Folge im Salzburger Volksgarten eine Niederlage.

Caps-Revanche

Die Caps revanchierten sich im Schlager gegen Linz für die 1:2-Niederlage vor einem Monat. Die Black Wings gingen durch Lebler mit dem ersten Torschuss nach 15 Sekunden in Führung, nach dem schnellen Ausgleich durch Puschnik (4.) schufen sich die Gäste Anfang des Mitteldrittels durch Moran (25.) neuerlich einen Vorsprung.

Doch Fraser nur 79 Sekunden später (27.) und Kapitän Gratton (39.) drehten noch vor der zweiten Pause das Spiel. Im Schlussdrittel machten Sylvester (47.) und Fischer (51.) alles klar. Die Caps festigten damit Rang drei, die Linzer rutschten mit der dritten Niederlage in Serie auf Rang sieben ab. Linz-Stürmer Spanring musste nach einem harten Check von Keller ins Krankenhaus (29.).

Grazer Erfolgslauf

Graz setzte seinen Erfolgslauf unter Petri Matikainen fort. Seitdem der Finne an der Bande der 99ers steht, haben die Steirer elf von zwölf möglichen Zählern geholt. Nach einem 1:1 im ersten Drittel zogen die Steirer mit drei Treffern im Mitteldrittel durch Ganahl (28.), Woger (35.) und Lemieux (38.) entscheidend davon und stießen in der Tabelle auf Rang vier vor.

Der KAC lief erstmals seit langem fast wieder komplett ein. Stefan Geier feierte nach seiner am 22. September erlittenen Gehirnerschütterung ein Comeback, auch Lammers und Schellander waren wieder mit von der Partie. Damit fehlen Trainer Olsson nur noch Thomas Pöck und Patrick Harand.

Die Klagenfurter beherrschten von Beginn weg das Spielgeschehen, agierten aber vor dem Tor mit zu wenig Nachdruck und Effizienz. Nach der Führung durch Lundmark (27.) gingen die Tschechen daher dank zweier Kontertore von Fiala (32.) und Beranek (36.) mit einem Vorsprung ins Schlussdrittel. Siklenka (45.) und Scofield (51.) brachten den KAC zwar wieder in Führung, Havlik gelang aber noch der glückliche Ausgleich (57.). In der Verlängerung verhalf Lundmark mit einem satten Schuss ins Kreuzeck dem Titelverteidiger aber zum dritten Sieg im dritten Saisonduell mit Znojmo.

VSV-Goalie in Topform

Der VSV, der vor der Länderspielpause geschwächelt hatte, schuf sich schon im ersten Drittel die Grundlage zum Sieg. Zu verdanken hatten das die Villacher den Treffern von Liga-Topscorer Hughes (11.) und Jarrett (16.), die die zwei einzigen nennenswerten Chancen der Heimischen verwerteten, sowie Torhüter Lamoureux. Der US-Amerikaner parierte fünf Großchancen der Dornbirner, die das erste Drittel klar beherrschten.

Mit der Führung im Rücken drehten die Adler im Mitteldrittel allerdings auf, spielten die Vorarlberger an die Wand, und machten mit Toren von Fraser (27.), EBEL-Toptorschütze Ryan (32.) und Forney (34./PP) alles klar. Eine positive Nachricht gab es beim VSV schon vor dem Spiel, Torhüter Höneckl muss nicht operiert werden. Am Sonntag soll dann auch der Kanadier Hotham sein Comeback geben.