Finnen schicken Kanadier nach Hause

A-WM

Finnen schicken Kanadier nach Hause

Halbfinale: Russland-Schweden, Tschechien-Finnland.

Das russische Eishockey-Starensemble ist bei der WM in Minsk weiter nicht zu stoppen. Am Donnerstag vermieden Alexander Owetschkin und Co. ein frühes Viertelfinal-Aus wie heuer bei den Olympischen Spielen in Sotschi und der WM 2013 in Helsinki und zogen mit einem 3:0-Erfolg über Favoritenschreck Frankreich locker ins Halbfinale ein. Dort steht auch Tschechien nach einem 4:3-Sieg gegen die USA.

Im Halbfinale trifft Schweden am Samstag auf Russland. Finnland gewann gegen Olympiasieger Kanada 3:2 und bekommt es nun mit Tschechien zu tun.

Somit sind bei der WM nur noch europäische Länder vertreten, die Vertreter Nordamerikas mussten dagegen die Segel streichen.

Mit Geoff Platt wäre allerdings beinahe ein gebürtiger Kanadier zum Matchwinner für Weißrussland avanciert. Dem Center von Lokomotive Jaroslawl gelang in der 26. Minute erst der Ausgleich für den Gastgeber, der wie immer vom Heimpublikum in Minsk frenetisch angefeuert wurde, dann fälschte Alexej Jefimenko seinen Schuss unhaltbar ab (35.) - die 2:1-Führung für Weißrussland, die allerdings nur drei Minuten später wieder dahin war.


Im Schlussabschnitt wurde Ekholm bei den Schweden vom Buhmann zum umjubelten Held: Erst behinderte er Alexej Kaljuschni auf seinem Weg zum Tor und verursachte einen Penalty. Kaljuschni vergab die Möglichkeit jedoch. Kurz darauf traf der Abwehrspieler von den Nashville Predators zum 3:2-Endstand (54.). Viel hat Weißrussland nicht gefehlt, um erstmals bei einer WM unter die besten vier zu kommen.

Auch Finnland stellte in seinem Viertelfinale gegen Kanada die Weichen erst sehr spät auf Sieg. Iiro Pakarinen erzielte in der 57. Minute den entscheidenden Treffer für seine Mannschaft. Die 2:1-Führung der Kanadier in der Tschischowka-Arena hatte Juuso Hietanen (41.) zu Beginn des Schlussdrittels ausgeglichen, nachdem Olli Palola den Olympia-Dritten (7.) in Führung gebracht hatte. Für Kanada waren Kyle Turris (26.) und Mark Scheifele (33.) erfolgreich.

Revanche für Vorjahr
Im Vorjahr hatte Frankreich in der Gruppenphase einen sensationellen 2:1-Erfolg über die Russen gefeiert. Heuer drosch Artjom Anissimow den Puck vor 14.011 Zuschauern in der Minsk-Arena schon nach vier Minuten zur Führung für den Favoriten ins Netz. NHL-Star Jewgeni Malkin (21.) mit seinem ersten Treffer in seiner zweiten WM-Partie in Weißrussland und Alexander Kutusow (48.) erzielten die weiteren Tore für die Russen, bei denen auch der zuletzt angeschlagen gewesene Superstar Owetschkin wieder dabei war.

Auf und ab bei Tschechien - USA
In der Tschischowka-Arena drehten die Tschechen nach einem 0:1-Rückstand die Partie, mussten die USA am Ende aber noch einmal herankommen lassen. Mit einem Doppelschlag innerhalb von 13 Sekunden sorgte Tyler Johnson (59./60.) kurz vor Schluss noch einmal für Spannung. Brock Nelson (7.) hatte mit seinem Treffer für das Team der USA vorgelegt. Tomas Rolinek (10.), Tomas Hertl (27.), Roman Cervenka (29.) und Ondrej Nemec (37.) schossen den Titelträger von 2010 dann aber ins Halbfinale.