Grabner will 30-Tore-Marke knacken

NHL

Grabner will 30-Tore-Marke knacken

NY Islanders-Stürmer möchte Rookie-Saison bestätigen. Nödl im Flyers-Kader.

Im Vorjahr war Michael Grabner einer der Senkrechtstarter in der National Hockey League ( NHL ). 34 Mal traf er für die New York Islanders, war damit sowohl bester Torschütze seines Teams als auch aller NHL-Rookies (Neulinge) sowie achtbester Torschütze der Liga. Beim All-Star-Event erwies er sich zudem als schnellster Eisläufer. In seiner zweiten vollen Saison in der stärksten Eishockey-Liga der Welt will der Stürmer an seine beeindruckende Torproduktion anschließen und mit den Islanders endlich wieder das Play-off erreichen.

Sommer in Villach verbracht
Der Villacher hat sich wie immer auch in seiner Kärntner Heimatstadt auf die Saison vorbereitet, die für ihn am Samstag mit dem Heimspiel gegen die Florida Panthers beginnt. Grabner hat dabei wieder die Chance, den Panthers ihre Fehleinschätzung vor Augen zu führen. Florida hatte den schnellen Stürmer vor einem Jahr ins Farmteam beordert, die Islanders ergriffen die Chance und verpflichteten Grabner. Es sollte sich als Goldgriff herausstellen.

Millionenvertrag
Heuer steht Grabner, seit Mittwoch 24 Jahre alt, ganz anders im Rampenlicht. Nicht zuletzt auch wegen seines neuen Vertrags, der ihm in den kommenden fünf Jahren 15 Millionen Dollar einbringt.

30 Tore als realistisches Ziel
"Ich liebe es, Tore zu schießen und hoffe, dass ich wieder zumindest auf 30 Tore komme. Das ist ein realistisches Ziel. Dazu möchte ich auch mehr Assists machen und damit meine Mitspieler unterstützen", sagte Grabner. Von mehr will er nicht reden, auch wenn Fans und Medien teilweise die Latte noch höher legen. Aber "ich war selbst überrascht über die 34 Tore", so Grabner, der daher zurückhaltend bleiben will.

Einzug in die Play-offs
Das wichtigste Ziel, so betont er, sei ohnehin der Mannschaftserfolg. Den sehnen die Islanders, von 1980 bis 1983 vierfacher Stanley-Cup-Sieger, seit Jahren herbei. Seit der wegen des Arbeitskampfs ausgefallenen Saison 2004/05 erreichte das Team aus Long Island nur einmal das Play-off (2007), der Aufstieg in die zweite Runde gelang zuletzt 1993.

"Das Ziel ist das Play-off, und ich werde schauen, dass ich meinen Teil dazu leisten kann. Aber es ist eine starke Liga, es wird schwer, in die Play-offs zu kommen", meinte Graber. Obwohl in der vergangenen Saison zum dritten Mal in Folge nur der letzte Platz in der Atlantic Division übrig blieb, ist der Flügel zuversichtlich. Außergewöhnliches Verletzungspech, vor allem von routinierten Spielern, hat die junge Mannschaft zunächst zurückgeworfen. Nach dem Trainerwechsel ging es ab Dezember unter Jack Capuano aber aufwärts.

Junges Team will nächsten Schritt machen
"Wir haben in den letzten zwei, drei Monaten der vergangenen Saison gezeigt, dass wir gut spielen können. Wir haben viele junge, talentierte Spieler, die einiges erreichen können. Wir bauen darauf, dass wir wieder so spielen wie zum Saisonende und den nächsten Schritt machen", sagte Grabner. Der Stamm der Mannschaft wurde gehalten, die jungen Stürmer wie Grabner oder Topscorer John Tavares (21, Sechsjahresvertrag um 33 Mio. Dollar) wurden langfristig gebunden. Ihr Top-Verteidiger Mark Streit, der die gesamte Saison ausgefallen war, ist wieder fit und wurde zum ersten Schweizer Kapitän eines NHL-Clubs bestimmt. Offen ist, wer Einser-Torhüter wird.

Grabner wird wieder in einer Linie mit dem dänischen Center Frans Nielsen und dem körperbetont spielenden Kyle Okposo stürmen. Mit Nielsen will er den Gegnern auch in Unterzahl wieder das Fürchten lehren. In der vergangenen Saison waren Nielsen mit sieben Toren und Grabner mit sechs die Nummern eins und zwei in dieser Unterzahl-Statistik.

Nödl im Flyers-Kader
Neben Thomas Vanek (Buffalo Sabres) und Michael Grabner ist auch Andreas Nödl beim NHL-Saisonstart dabei. Er hat den Sprung in das NHL-Aufgebot der Philadelphia Flyers geschafft. Der 24-jährige Wiener scheint im 22-Mann-Kader auf, der am Mittwoch nominiert worden ist.

Nödl, der in der Vorbereitung zuletzt wegen Leistenproblemen pausiert hat, ist damit am Donnerstag im Auftaktspiel der Flyers bei Stanley-Cup-Sieger Boston Bruins dabei. Philadelphia hat derzeit 13 Stürmer im Kader, Jody Shelley ist allerdings wegen eines überharten Checks in der Vorbereitung noch fünf Spiele gesperrt und kann frühestens am 20. Oktober eingesetzt werden.