Jesenice

Eishockey

Jesenice bleibt Capitals auf den Fersen

Der HK Acroni Jesenice sitzt in der Erste-Bank-Eishockey-Liga den Vienna Capitals weiterhin im Nacken, weist nach 16 Runden nur einen Punkt weniger als die Wiener auf.

Mit dem 3:0 (1:0,1:0,1:0) am Freitagabend gegen die Grazer 99ers kamen die Slowenen schon zu ihrem neunten Sieg in Folge, ihre acht bisherigen Heimspiele haben sie ausnahmslos gewonnen. Die Grazer kassierten hingegen nach vier Erfolgen wieder einmal eine Niederlage.

Die Gäste, von rund 70 Fans unter den 2.800 unterstützt, hielten im ersten Drittel gut mit und hätten durch Day und Hala in Führung gehen können, scheiterten jedoch an Kristan. Schlecht sahen die Grazer allerdings beim 1:0 der Hausherren aus, denn der Schwede Matthiasson traf in Unterzahl (17.).

Im zweiten Abschnitt schwächten sich die Steirer durch mehrere Ausschlüsse selbst, die Slowenen dominierten, vermochten aber den starken Bock im Grazer-Tor nur einmal durch Remar (27.), der einen Querpass aus der Luft übernahm, zu bezwingen. Im letzten Drittel spielte Jesenice dann den Sieg nach Hause, wobei Matthiasson (45.) noch ein zweites Mal scorte.

Mit dem 3:0 sind die Slowenen nun schon 181 Minuten in Folge ohne Gegentor und der EBEL-Rekord der Capitals aus der Saison 2004/05 (12 Spiele in Folge unbesiegt/das sogar zweimal) rückt immer näher.

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Der HC TWK Innsbruck hat am Freitagabend in der 16. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) einen 0:4-Rückstand wettgemacht und bei Olimpija Laibach noch einen 6:5-(1:4,3:0,2:1)-Erfolg gefeiert. Damit überholten die Tiroler den Tabellennachbarn aus Slowenien sowie die Graz 99ers und sind nun Vierter.

Die Hausherren begannen überfallsartig und führten nach einem Triple-Schlag innerhalb von 65 Sekunden durch Yarema, Jardine und Vnuk in der 8. Minute bereits 3:0. Und als Music im Powerplay (19.) auf 4:0 stellte, schien bereits die Vorentscheidung gefallen zu sein, denn alles rechnete bereits mit einem Debakel für Innsbruck. Doch die Slowenen schwächten sich selbst, da Andrej Tavzelj eine Matchstrafe kassierte.

Die Tiroler nützten die folgende numerische Überlegenheit und kamen durch Treffer von Mäkinen und Ofner (20./21.) schnell auf 2:4 heran. Ein neuerlicher Doppelschlag von Pare und Mäkinen (34./36./PP) brachte den Ausgleich. Im letzten Drittel gelang Darby (45.) die erstmalige Führung der Innsbrucker, die Unterluggauer im Powerplay (58.) auf 6:4 ausbaute.

Trotzdem wurde es im Finish noch einmal hektisch, denn Intranuovo glückte 58 Sekunden vor Schluss noch der Anschlusstreffer für die Slowenen, die deshalb alles auf eine Karte setzten und Torhüter Westlund durch einen zusätzlichen Feldspieler ersetzten. Innsbruck brachte den wichtigen Auswärtssieg aber ins Trockene.

Nächste Seite: Linz feierte mit 4:1 gegen KAC sechsten Heimsieg in Folge

Die Black Wings Linz haben am Freitag in der 16. Runde der Erste Bank Eishockey Liga (EBEL) mit einem 4:1-Erfolg gegen den KAC ihren sechsten Heimsieg in Folge gefeiert. Der Zweipunkter der Oberösterreicher wurde aber erst im Finish durch zwei "empty net"-Tore durch Martin Hohenberger (59.) und Baumgartner (60.) fixiert, nachdem die Gäste in Folge des 1:2-Anschlusstreffers in der 57. Minute durch Schneider noch einmal alles riskiert hatten.

Die Linz-Fans unter den 3.500 Zuschauern wurden auf eine lange Geduldprobe gestellt. Nach Anlaufschwierigkeiten im ersten Drittel schlugen die Gastgeber aber im zweiten Abschnitt binnen 181 Sekunden gleich doppelt zu. Zunächst traf Purdie, dann Oberkofler mit seinem ersten Saisontreffer. Damit schien die Partie gelaufen, ehe Schneider mit seinem Tor noch einmal für Spannung sorgte.

Nächste Seite: Vizemeister VSV weiter im Tief - 2:3 bei Szekesfehervar

KAC-Goalie Enzenhofer wurde danach vom Eis genommen, und nach Hohenbergers 3:1 ein weiteres Mal - wieder mit dem gleichen Ergebnis. Die zuletzt recht erfolgreich gewesenen Klagenfurter fielen um einen Platz auf Position sieben zurück, Linz ist nach diesem doch verdienten Erfolg weiter drei Zähler hinter Leader Vienna Capitals Dritter.

Nach 15 Spielen ohne Sieg hat Szekesfehervar am Freitag den ersten Erfolg in der Erste Bank Eishockey-Liga gefeiert. Die Ungarn gewannen das Kellerduell gegen Vizemeister VSV mit 3:2 (1:0,1:1,1:1). Die Villacher hatten zwar nach zweimaligem Rückstand jeweils den Ausgleich geschafft, Stürmer Krisztian Palkovics, der sämtliche Tore für die Ungarn erzielte, besiegelte aber die achte Niederlage der Kärntner im neunten Auswärtsspiel. Der VSV prolongierte seine schwarze Serie von nur einem Sieg aus den neun jüngsten Spielen und blieb weiter Vorletzter.

Der überragende Palkovics (12., 28.) schoss die Ungarn vor 1.900 Zuschauern zweimal in Front, Lanzinger (27.) und Brown (43.) hielten die Kärntner mit dem Ausgleich aber im Spiel. Nach der neuerlichen Führung zwei Minuten nach dem 2:2, war Palkovics erneut zur Stelle und besiegelte den Premierensieg der Ungarn. Die Gäste drückten in der Schlussphase zwar auf den Ausgleich, ließen aber auch ein Powerplay fünf Minuten vor Schluss ungenutzt und bezogen eine verdiente Niederlage.