Mario Fischer

31-Jähriger zieht Schlussstrich

Knalleffekt: Caps-Kapitän Mario Fischer beendet Karriere

Knalleffekt bei den spusu Vienna Capitals: Kapitän Mario Fischer hört auf. 

Nach dem Halbfinal-Aus gegen Bozen wirkte er beim Interview sichtlich mitgenommen – jetzt ist auch klar warum. Wie ÖSTERREICH erfuhr und die spusu Vienna Capitals mittlerweile bestätigen, beendet Capitals-Kapitän Mario Fischer (31) seine Karriere. Der Grund: Die Familie lebt bereits seit einiger Zeit in der Steiermark, er pendelte hin und her. Jetzt will er mehr Zeit mit seiner Frau und den beiden Töchtern verbringen. „Es war eine sehr schwere Entscheidung, eine meiner schwersten überhaupt. Aber sie ist gefallen. Meine zwei Töchter werden nicht jünger. Meine Große startet im Herbst mit dem verpflichtenden Kindergartenjahr. Jeder Abschied von meinen Töchtern ist schmerzhaft, da drückt es mir die Tränen raus, und sie lassen es mich auch wissen, dass sie ihren Papa gerne mehr bei sich haben wollen“, sagt der Familienvater. Für die Wiener ein herber Verlust, Fischer war mit seiner Einstellung und seinem Einsatz stets ein Vorbild für die jungen Cracks.

Zehn Jahre bei den Caps: Titel und Kapitän

Der 60-fache Nationalteamspieler ging als 16-Jähriger vier Jahre nach Finnland, über Salzburg (zwei Titel) kehrte er 2011 in seine Heimatstadt zurück. Für die Caps absolvierte er mit 538 Partien (40 Tore, 85 Vorlagen) die drittmeisten der Vereinsgeschichte, holte 2017 den Titel und wurde 2019 zum Kapitän ernannt. Jetzt hängt er die Schlittschuhe an den Nagel. „Wenn ein wichtiger Spieler seine Karriere beendet, dann hinterlässt das immer eine Lücke. Mario war ein Vorbild, auf und abseits der Eisfläche. Er war ein umsichtiger Captain, der unsere junge Mannschaft sehr gut führte. Stellvertretend für die ganze Caps-Organisation und die gesamte Caps-Family möchte ich mich bei ihm für seinen Einsatz im gelb-schwarzen Jersey in den letzten zehn Jahren bedanken. Mario, wir wünschen Dir nur das Beste für deinen neuen Lebensabschnitt“, so General Manager Franz Kalla.

Benjamin Pfeifer