Schweden und Finnland bestreiten WM-Finale

Eishockey-WM

Schweden und Finnland bestreiten WM-Finale

Skandinavisches Duell um WM-Gold - Russland und Tschechien um Platz 3.

Schweden und Finnland bestreiten am Sonntag (20.30 Uhr) in Bratislava das Finale der Eishockey-WM. Das Dreikronenteam bezwang im Halbfinale am Freitag den Titelverteidiger Tschechien mit 5:2 (0:0,2:1,3:1), Suomi setzte sich gegen den Rekord-Champion Russland mit 3:0 (0:0,1:0,2:0) durch.

Die Skandinavier jubelten am Freitag in der slowakischen Hauptstadt. Schweden geriet nach torlosem ersten Drittel zwar 0:1 in Rückstand, drehte aber das Match mit vier Treffern in Serie. Damit spielt das Dreikronenteam erstmals seit dem WM-Titel 2006 wieder um Gold. Finnland ist bisher nur einmal, 1995, Weltmeister geworden - just in Stockholm gegen Schweden. Das gleiche Finalduell hatten zuletzt aber 1998 die Schweden gewonnen.

Für Schweden trafen in der Neuauflage der Halbfinal-Duelle von 2001, 2005 und 2010, die alle an die Tschechen gegangen waren, Toptorjäger Patrik Berglund (25./60. Minute), Mikael Backlund (36.), Jimmie Ericsson (49.) und Marcus Krüger (53.). Ein Doppelpack von NHL-Spieler Patrik Elias (21./55.) war für die Tschechen zu wenig. Das Team um Altstar Jaromir Jagr hatte zuvor alle WM-Matches klar gewonnen.


Finnland überrascht
Auch der deutliche Erfolg Finnlands kam überraschend. Die Helden waren Mikael Granlund, der mit einem Traumtor (26.) den Sieg einleitete, Jani Lajunen (48.) und Jarkko Immonen (50.). Der 19-jährige Granlund kurvte hinter dem russischen Tor hervor, lupfte schon da den Puck mit dem Schläger in die Höhe und beförderte ihn am Helm des verdutzten Keepers Konstantin Barulin vorbei ins Tor. Selbst die erfahrenen Cracks aus Russland bestaunten die mehrmalige Wiederholung des Tors auf dem großen Videowürfel mit ungläubigen Blicken.

Das Team von Coach Wjatscheslaw Bykow war der Führung bis zu Granlunds Geniestreich näher, in der Folge blieben die Superstars Alexander Owetschkin und Ilja Nikulin aber glanzlos, Lajunen und Immonen nutzten die Konfusion und sorgten für die Entscheidung. Auch beim bisher letzten WM-Finaleinzug vor vier Jahren hatten die Finnen im Halbfinale Russland besiegt.