Spanien ist nicht mehr unbesiegbar

Kommentar Toni Polster

Spanien ist nicht mehr unbesiegbar

Im Endspiel kann sich Spanien nicht mehr ins Elferschießen flüchten

Ich bleibe dabei – erst recht nach der Zitterpartie im Halbfinale gegen Portugal: Diese Spanier sind nicht mehr unbesiegbar. Und die Welt weiß das. Wie schon in der Vorrunde gegen Italien und Kroatien taumelte der Welt- und Europameister phasenweise am Rande einer Niederlage. Die „Furia Roja“ ist zwar fußballerisch noch immer erschreckend stark. Aber: Sie hat etwas von ihrem Killerinstinkt eingebüßt. Ihr fehlen die Zielstrebigkeit in der Offensive und ein oder zwei eiskalte Vollstrecker vor dem Tor.

Im Endspiel könnte sich nun rächen, dass Teamchef Vicente del Bosque weder Fernando Torres, noch Cesc Fàbregas bislang das Gefühl gegeben hat, dass sie volle Rückendeckung genießen. Am Sonntag werden die Spanier in der Offensive zulegen müssen. Ich glaube nicht, dass sie sich da abermals mit einem 0:0 ins Elfmeterschießen retten können. Da wird es nicht ausreichen, hinten kompakt zu stehen und über 60 Prozent Ballbesitz zu haben.